05.07.2021 - 14:53 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

Schwester Immolata: "Botin der Schöpfung Gottes"

Die 90-jährige Ordensschwester und Malerin erntet bei der Vernissage viel Zuspruch. Zu bestaunen sind die Werke von Schwester Immolata Irmgard Meyen noch bis Ende dieses Monats.

von Josef PilfusekProfil

Laut Felix J. Landgraf ist bei den Bildern von Schwester Immolata Irmgard Meyen „jeder Quadratzentimeter ein kleiner Kontinent“. Den Grund lieferte der Kunstbeauftragte der Diözese Augsburg bei der Vernissage am Samstag im Kultursalon gleich mit: „Sie war ja schon in einigen Kontinenten unterwegs.“

Die Werke der "großartigen Künstlerin" sind für ihn „geprägt vom tiefsten Verständnis für Gottes Schöpfung“. Und so wünschte Landgraf allen Besuchern der Gemälde-Ausstellung mit Bildern und einem Zyklus mit Zeichnungen von unter dem Motto „Vision Schöpfung“ Inspiration beim Sehen und Staunen.

Jahrzehntelange Freundschaft

Die inzwischen wieder in Augsburg lebende 90-jährige Schwester des Ordens „Franziskanerinnen von Maria Stern“ genoss sichtlich das Lob und die „Gäste aus nah und fern“, wie Michael Schieder sagte. Angereist waren nämlich unter anderem die Provinzoberin Schwester M. Ludowika Lenz und ihre Stellvertreterin Schwester Marlene Hartmann. Rückblickend auf den ersten Kontakt 1992 als Student freute sich Schieder, „dass die Freundschaft schon seit Jahrzehnten Bestand hat“.

Pfarrer Julius Johnrose bezeichnete die Schöpfung Gottes als „Nahrung für die Seele, Balsam und Heilmittel“ und Schwester Immolata als „Botin der Schöpfung Gottes“. Daher fand er: „Durch ihre Gemälde öffnet sie uns die Augen, um die Schönheit der Natur noch näher kennenzulernen.“

Kulturelles Leben wiederbeleben

Wie der Geistliche hob Marina Hirnet das Engagement von Susanne und Michael Schieder hervor. Sie freute sich besonders über das Comeback des kulturellen Lebens. „Kunst und Kultur können meines Erachtens ihre volle Wirkung nur in der Präsenz, also in Realität, entfalten“, fand die Bürgermeisterin und nannte die Ausstellung eine „große kulturelle Bereicherung für unsere Gemeinde“. Mit dem Eintrag in das Goldene Buch bezeichnete sie das Kommen von Schwester Immolata als große Ehre. Viel Beifall gab es auch für Susanne Schieder und ihren Sohn Florian für die musikalische Gestaltung der eindrucksvollen Vernissage.

Geöffnet ist die Ausstellung bis zum 31. Juli täglich von 9.30 bis 11.30 Uhr und von 18.30 bis 20 Uhr sowie nach Vereinbarung. Es ist aber in jedem Fall eine Voranmeldung per Telefon unter 09658/9139532 oder per E-Mail unter kultursalon[at]edition-symphonia[dot]de erforderlich.

Georgenberg

 

 

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