"Jeder Krieg ist eine Niederlage, denn Krieg vernichtet Leben." Für Johann Maurer hat Kurt Tucholskys Aussage auch 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und 73 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg nicht an Bedeutung verloren. "Die Menschheit erleidet in erschütternder Regelmäßigkeit diese Niederlage Krieg", sagte der Bürgermeister zum Volkstrauertag.
"Die Erinnerung an Millionen von Gefallenen, Ermordeten und Verhungerten wird in unserem kollektiven Gedächtnis immer blasser." Laut Maurer "kennt der Tod keine Sieger und Besiegte, er kennt nur Menschen, die eigentlich leben wollten". Eingeschlossen in die Gedanken hat der Bürgermeister auch die Menschen, die durch das Erleben des Kriegs oder Holocausts für den Rest des Lebens traumatisiert sind.
Dass Krieg nicht verschwunden ist, verdeutlichte der Redner mit den aus Kriegs- und Krisengebieten flüchtenden Menschen. "Wir werden damit mit aller Härte daran erinnert, was Krieg und Terror bedeuten. Diese Menschen bitten uns um ein Leben in Sicherheit." Deshalb appellierte er, mit friedlichen Mitteln und einer moralischen Haltung jeden Tag aufs Neue für ein friedliches Miteinander einzustehen.
Mit dem Gedenken an Millionen von Opfern wünschte sich Maurer: "Lassen sie uns nie wieder als Gesellschaft diese Niederlage erleiden." Vorausgegangen war der von Pfarrer Julius Johnrose gefeierte Gottesdienst in der Pfarrkirche. Die Feierstunde gestaltete neben der Blaskapelle Waldkirch die KLJB Neukirchen zu St. Christoph sowie die Soldaten- und Kriegerkameradschaft Brünst mit.













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