26.03.2021 - 16:02 Uhr
GleiritschOberpfalz

Das "Gleiritsch-Reef": Fantastische Unterwasserwelt im Landkreis Schwandorf

Im Meer gibt es Korallen, die so schöne Farben haben, dass sich das Auge nicht sattsehen kann. Die gibt es auch in Gleiritsch. Heinz Arbter hat die Instagram-Seite "Gleiritsch-Reef" angelegt. Dort gibt er Einblicke in seine Unterwasserwelt.

Heinz Arbter mit einer Farbfilter-Brille vor seinem "Gleiritsch-Reef"
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Das Great-Barrier-Reef kennt jeder. Aber wie schaut es mit dem Gleiritsch-Reef aus? Klingt verrückt? Wer das findet, der sollte auf Instagram mal nach dem Begriff suchen. Denn dann findet er Bilder und Videos von bunten Unterwasserwelten, leuchtenden Korallen und fantastisch durchs Wasser gleitenden Fischen. Hinter der Seite steckt Heinz Arbter. Seine Faszination für Korallen hat ihn auf die Social-Media-Plattform geführt, weil er, wie er selber sagt, mit anderen "Aquarianern" in Kontakt bleiben und sich austauschen wollte.

Im Gespräch mit Oberpfalz-Medien erklärt Arbter, was hinter dem Gleiritsch-Reef steht. Es handelt sich um ein 600 Liter Meerwasser-Aquarium. Zum Vergleich: In eine Standard-Badewanne passen in der Regel zwischen 150 und 180 Liter Wasser. "Am Anfang hatte ich ein 60-Liter-Süßwasser-Aquarium, später eins mit 200 Litern", sagt Arbter. Sein Traum sei es lange Zeit gewesen, eines mit Meerwasser zu haben. "Die Korallen mit ihren Farben und bestimmten Verhalten haben mich schon seit längerem begeistert. Und es gibt einfach eine viel größere Vielfalt Lebewesen, die man pflegen kann", erklärt er.

Ganze Szene in der Region

Arbter sagt, dass er selbst noch nie im Meer beim Schnorcheln war. Das hat ihn jedoch nicht davon abgehalten, tief in die Welt der Korallen-Verrückten einzusteigen. Und er ist auch in der Oberpfalz nicht alleine damit. "Da gibt es eine richtige Szene", erklärt er. Die Whatsapp-Gruppe "Meerwasserfreude Oberpfalz" zu Beispiel habe derzeit 176 Mitglieder. Arbter: "Da ist jeder willkommen, der sich für das Thema interessiert. Die Mitglieder sind sehr hilfsbereit und sind für neue Aquarianer gerne da. Man steht da miteinander im regelmäßigen Austausch." Auch so gebe es mehrere Knotenpunkte für die Leute, die eine Leidenschaft für das Aquarium haben. Arbter nennt auch den Aquarien- und Terrarienverein Schwandorf (ATV), bei dem viele der Meerwasser-Aquarianer Mitglied sind. Weil sich Aquarianer und Aquarianer gern gesellt, gab es bis zu Beginn der Corona-Pandemie ab und zu einen Stammtisch für die Meerwasserfreunde und immer wieder Vortragsabende, die der ATV-Schwandorf organisiert hat. "Die Szene kennt sich halt" sagt Arbter.

Die Instagram-Seite hat er nicht angelegt, um für seine Korallen bewundert zu werden. In erster Linie habe er damit bezweckt, mitzubekommen, wie andere das Hobby betreiben und um auf dem aktuellen Stand zu bleiben, was Technik und neue Korallenangebote angeht.

Natürlich habe er auch viel positive Resonanz von den Menschen erhalten, die seine Bilder gesehen haben. "Ich bekomme immer wieder auch Feedback von Leuten, die kein Aquarium haben, aber das Hobby sehr interessant und schön finden", erklärt er. Und auch in der analogen Welt, ist sein "Gleiritsch-Reef" im Wohnzimmer der Hingucker. "Meine Frau und die Kinder lieben es, das Unterwasserleben zu beobachten", sagt Arbter.

Perfektionist am Werk

Nur Arbter selbst scheint mit dem Ergebnis niemals ganz zufrieden zu sein. "Da überlege ich natürlich immer. Man kann niemals genug Korallen haben. Das Aquarium befindet sich gefühlt im ständigen Umbau. Ich bin da wohl zu sehr Perfektionist, als dass ich jemals Ruhe geben könnte", erklärt er.

Er ist immer auf der Suche nach neuen interessanten Tieren oder baut die Anordnung in seinem Aquarium um. Arbter: "Da überlegst du dir dann, Mensch, in diese Fünf-Zentimeter-Lücke könnte doch noch eine neue Koralle oder das Riff muss an dieser Stelle noch mal ein bisschen umgebaut werden, um wieder Platz zu bekommen." Darüber hinaus ist er jeden Tag rund eine halbe Stunde damit beschäftigt, das Aquarium instand zu halten. Einmal pro Woche erfolgt ein Wasserwechsel, bei dem zehn Prozent getauscht werden und alle notwendigen Wasserwerte geprüft und - wenn nötig - angepasst werden. Dennoch kommt in ihm immer mal wieder der Wunsch hoch, vielleicht eines Tages ein noch größeres Becken zu haben.

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