22.06.2021 - 11:22 Uhr
GleiritschOberpfalz

Jubiläumsfeier der Gleiritscher Schützen ein zweites Mal verschoben

Nach wie vor wirbelt das Coronavirus Vieles durcheinander, darunter auch den Terminkalender für Vereinsjubiläen. Wie schwer die Organisatoren dabei zu kämpfen haben, zeigt sich bei den Verantwortlichen der Gleiritscher Plassenbergschützen.

Bereits vor über einem Jahr entstand dieses Foto der Festausschuss-Mitglieder der Plassenberg-Schützen. Zum Jubiläum des Schützenvereins wird unter anderem ein eigenes Buch herausgegeben.
von Alois KöpplProfil

Bereits im Jahr 2020 wollten die Gleiritscher Plassenbergschützen das 100-jährige Bestehen ihres Vereins feiern. Das Organisationsteam um Vereinsvorstand Helmut Meier hatte bereits viele Weichen für das große Jubiläum gestellt. Das Coronavirus machte allerdings einen gewaltigen Strich durch die Rechnung der Planer.

Dass die Auswirkungen so gravierend und langwierig werden würden, hatte zunächst niemand geahnt. Den Gleiritscher Schützen ging es wie vielen anderen Vereinen auch. Kurzerhand entschloss sich der Festausschuss im April 2020 dazu, die Veranstaltung um ein Jahr nach hinten zu verschieben. Für die Planungsstrategen war das nicht ganz einfach, aber notwendig. Denn die Gesundheit der Allgemeinheit geht bekanntlich vor. Hier zeigt sich, dass eine im Vereinsleben notwendige und gelernte Disziplin auch helfen kann, schwierige Zeiten schadlos zu überstehen.

Bericht über die Absage des Schützenjubiläums im Vorjahr

Gleiritsch

Momentan leuchtet zwar ein schwacher Silberstreif am „Coronahorizont“, aber aufgrund planungstechnischer Unwägbarkeiten haben sich die Verantwortlichen entschlossen, die Feier nochmals um ein weiteres Jahr zu verschieben. Die Veranstaltung soll nun im August 2022 über die Bühne gehen.

Als einer der ältesten Gruppierungen der vereinsmäßig sehr rührigen Gemeinde Gleiritsch stellen die Schützen einen sportlichen Aktivposten dar. Schießsport, Jugendarbeit und soziales Miteinander prägen das Miteinander, wie auch viele anderen Vereine in der Region, die ehrenamtlich geleitet werden. Die Plassenbergschützen etablierten vor fast zwei Jahrzehnten den überregional bekannten „Gleiritscher Adventsmarkt“, dessen letzte Auflage ebenfalls der Pandemie zum Opfer fiel.

Ein Blick in die Annalen des Vereins zeigt, dass die Plassenbergschützen, neben der in Gleiritsch 1878 gegründeten Feuerwehr und dem am 2. August 1900 ins Leben gerufenen Kriegerverein, zu den ältesten Vereinen in der Kommune zählen. Die Nachbarn aus Trausnitz halfen bei der damaligen „Geburt“ kräftig mit. Am 6. Januar 1914 kam es im Gasthaus Pröls in Trausnitz zur Gründung der „Zimmerstutzengesellschaft eigener Verein Trausnitz und Umgebung“. Die Lebensdauer des Vereins war aber sehr kurz, da der Erste Weltkrieg ausbrach und dem Vereinsleben ein Ende bereitete.

Am 12. September 1920 entstand als Zweigverein der Trausnitzer Zimmerstutzengesellschaft der Schützenverein „Plassenberg“ Gleiritsch. Die Gründungsversammlung fand im damaligen Gasthaus Leipold, heute der Dorfwirt, in Gleiritsch statt. Die Plassenbergschützen bestanden bis 1933. Alle Vereine wurden nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten aufgehoben. Am 1. Oktober 1948 erfolgte die Neugründung des Gleiritscher Schützenvereins.

Zweimal trotz Corona aufgeschoben ist trotzdem nicht aufgehoben. Alle Gleiritscher Bürger, Schützenkameraden, Freunde und Gönner des Vereins und Besucher aus Nah und Fern dürfen sich hoffentlich im Jahr 2022 auf eine gesellige Feier freuen. Wie diese dann endgültig aussehen wird, wird das Planungsgremium der Schützen in den nächsten Monaten festlegen.

In der Pandemie waren die Schießstände im Schützengau Oberviechtach verwaist

Oberviechtach

 

 

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