10.12.2019 - 15:35 Uhr
Oberpfalz

Glück vom Backblech

Vanillekipferl, Zimtsterne & Co. schmecken nicht nur wahnsinnig lecker, sondern machen auch noch glücklich.

Backen Sie sich glücklich.
von Autor EWAProfil

"Oh, wie lieb ich die Gerüche aus der warmen Weihnachtsküche. Zieht der süße Duft hinaus, riecht man ihn im ganzen Haus. Hörnchen, Herzen, Zuckerkringel, Pfefferkuchen, Schokoringel, Brezeln, Sterne und noch mehr - Plätzchenbacken ist nicht schwer ..." In ihrem Gedicht "Plätzchenbacken" beschreibt Karin Heinrich schön ihre Freude an diesem vorweihnachtlichen Ritual. Haben Sie auch schon Ihre Keksdosen mit selbst gebackenen Köstlichkeiten gefüllt? Herzlichen Glückwunsch! Denn die gute Nachricht ist: Vanillekipferl, Butterplätzchen, Zimtsterne & Co. schmecken nicht nur wahnsinnig lecker, sondern machen auch noch glücklich. Nein, nicht nur beim Essen, sondern auch schon beim Backen.

Draußen ist es wieder einmal grau und düster? Der Arbeitstag war wieder einmal stressig? Sie haben schlechte Laune und brauchen etwas Aufheiterung? Dann hilft eigentlich nur eins: Plätzchenbacken. Wissenschaftler von der neuseeländischen University of Otago haben herausgefunden, dass sich Menschen tatsächlich glücklicher fühlen, wenn sie gebacken haben. Der Effekt ist ähnlich wie der bei anderen kreativen Beschäftigungen wie zum Beispiel Malen oder Stricken. Und er hält sogar noch eine Zeit lang an. Dr. Tamlin Conner, Psychologin und Leiterin der Studie, erklärte, dass die gute Laune nicht nur am Tag des Backens, sondern vor allem am Folgetag gespürt würde.

Nicht umsonst wird das Backen mittlerweile sogar als Achtsamkeits-Meditation eingesetzt. John Whaite, ein britischer Hobby-Bäcker, der durch die englische TV-Back-Show "The Great Bake Off" bekannt wurde, erzählte einmal sogar, dass das Backen ihm dabei geholfen habe, seine Depressionen in den Griff zu bekommen. "Die Zutaten abzuwiegen, sich Schritt für Schritt durch ein Rezept zu arbeiten und sich gut organisieren zu müssen, das befreit den Kopf. Es ist wie Meditation." Psychologen bestätigen: Backen schärft die Achtsamkeit. Wir sind dabei gezwungen, uns völlig auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren. Auf die Zutaten, den Teig, die Backzeit, den Geruch und den Geschmack. Beim Backen befinden wir uns völlig im Hier und Jetzt.

Beim Backen kommen wir nicht nur wunderbar zur Ruhe, sondern tun außerdem etwas mit den eigenen Händen. Gerade in unserer modernen Zeit, in der man den Alltag häufig vor Bildschirmen verbringt und die Realität oft nur noch virtuell stattfindet, macht die Arbeit mit den eigenen Händen glücklich. Der Umgang mit verschiedenen Zutaten ist fast schon ein sinnliches Erlebnis und trägt weiterhin zu unserem Wohlbefinden bei. Wir können außerdem unsere Kreativität ausleben, auch einmal etwas Neues ausprobieren, eigene Rezepte erfinden. Und das ist längst noch nicht alles. Denn meistens backen wir ja nicht nur für uns selbst, sondern auch für unsere Familie und Freunde. Auch das Verschenken der süßen Köstlichkeiten macht uns glücklich. Gönnen Sie sich also ruhig noch ein wenig mehr Glück vom Backblech, schließlich ist nur einmal im Jahr Weihnachten.

Mehr Rezepte zum Glück: www.onetz.de/themen/gluecksrezept

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