26.02.2019 - 17:24 Uhr
Oberpfalz

Glück im Kochtopf

Die Arbeit mit den eigenen Händen macht glücklich - das gilt auch fürs Kochen. Ob Sie nun Kartoffeln schälen oder Teig kneten, genießen Sie einfach Ihre Tätigkeit und danach das leckere Ergebnis, rät die OWZ-Glücksexpertin.

Kochen kann sogar therapeutische Effekte erzielen – ähnlich wie etwa Stricken oder Malen.
von Autor EWAProfil

"Kochen ist für mich Entspannung pur", sagt Unternehmer und Politiker Dr. Hans Jörg Schelling. "Da bringt mich nichts aus der Ruhe." Der Österreicher ist wohl nicht der Einzige, der seinen Feierabend gerne mal in der Küche verbringt. Denn nicht nur gemeinsames Essen macht nachweislich glücklich, sondern auch das Kochen vorher. Sie haben einen schlechten Tag gehabt? Alles ist wieder einmal schief gelaufen? Dann hilft eigentlich nur eins: Kochen. Egal ob Kartoffelsuppe, Kaiserschmarrn, Sauerbraten, Pastete, Spaghetti oder Flammkuchen - es lohnt sich, sich mal wieder an den Herd zu stellen.

Forscher der neuseeländischen University of Otago beschäftigten sich mit den positiven Auswirkungen des Kochens und Backens auf unsere Laune. In ihrer Studie, die im Journal of Positive Psychology veröffentlicht wurde, mussten die Teilnehmer ihre täglichen Aktivitäten und ihre Gefühlslagen aufschreiben. Nach der Analyse der Tagebücher stellte sich heraus: An Tagen, an denen sie gebacken oder gekocht hatten, waren die Teilnehmer fröhlicher und fühlten sich mit sich selbst mehr im Einklang. Und seien Sie mal ehrlich: Wer kann schon von sich selbst behaupten, schlecht drauf zu sein, wenn er eine Pizza im Ofen hat? Oder Apfelstrudel? Sehen Sie.

Kochen kann sogar therapeutische Effekte erzielen - ähnlich wie etwa Stricken oder Malen. Das Werkeln in der Küche findet immer im Hier und Jetzt statt. Verschiedene Zutaten abzuwiegen, Teig zu kneten oder Suppen anzurühren, kann geradezu meditativ sein. Man kommt wunderbar zur Ruhe und hat Zeit, den Tag Revue passieren zu lassen. Außerdem tut man etwas mit den eigenen Händen. Gerade in unserer Zeit, in der man den Alltag häufig vor Bildschirmen verbringt und die Realität oft nur noch virtuell stattfindet, macht die Arbeit mit den eigenen Händen glücklich. Ob Sie nun Kartoffeln schälen oder Teig kneten, genießen Sie einfach Ihre Tätigkeit - und danach das leckere Ergebnis.

Der Umgang mit verschiedenen Gewürzen ist fast schon ein sinnliches Erlebnis und trägt weiterhin zu unserem Wohlbefinden bei. Nicht zu vergessen: Beim Kochen können wir unsere Kreativität ausleben, auch einmal etwas Neues ausprobieren, eigene Rezepte erfinden. Laut Psychologen hilft der kreative Ausdruck dabei, Stress abzubauen und sich zu entspannen. Wenn wir mit Kochlöffel und Mixer hantieren, regen wir uns nicht mehr so schnell über Nichtigkeiten auf - und lassen auch mal die Fünf gerade sein. Na, wenn das nicht genügend Gründe sind, mal wieder einen Kochabend zu planen. Am besten laden Sie dazu noch ein paar Freunde ein. Denn nur eins macht noch glücklicher als Kochen: zusammen kochen. (ewa)

Mehr Rezepte zum Glück: www.onetz.de/themen/gluecksrezept

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