"It was a dark beginning for a strong partnership" - "Es war ein dunkler Anfang einer starken Partnerschaft", kommentierte Oberst Adam Boyd das Gedenken an die amerikanischen Bombardements vor 75 Jahren. Auch für Brigadegeneral Christopher Norrie ist es wichtig, das Gedenken an die Opfer aufrechtzuerhalten: "Es bringt gerade in diesen Zeiten unsere Verbundenheit deutlich zum Ausdruck." Gemeinsam mit Grafenwöhrs Bürgermeister Edgar Knobloch legten die beiden Offiziere Kränze am Mahnmal nieder, verharrten und salutierten während des fünfminütigen Glockenläutens.
Damals, am 8. April 1945, heulten zum gleichen Zeitpunkt die Sirenen und kündigten das Herannahen der Bomber an. 26 zivile Tote in der Stadt und mehrere Hundert tote Soldaten im Lager waren bei den Angriffen am 5. und 8. April 1945 ums Leben gekommen. 3000 Menschen wurden obdachlos, Teile der Stadt und das Lager lagen in Schutt und Asche.
"Zu Dritt auf dem Marienplatz zu stehen und zu gedenken, war tief beeindruckend", dankte Bürgermeister Knobloch General Norrie und Oberst Boyd. Als historisch und hoffentlich auch einmalig bezeichnete das Stadtoberhaupt den nichtöffentlichen Gottesdienst am Abend in der alten Stadtpfarrkirche. "Die Menschen in Grafenwöhr sind aufgerufen, im Stillen zu gedenken, zu beten und sich in Dankbarkeit an die 75 Jahre Friedenszeit zu erinnern. Wir sind stellvertretend für alle zusammengekommen, um bei dieser Eucharistiefeier daran zu denken und Gott zu danken, dass er die Stadt und ihre Bürger beschützt und begleitet hat", betete Stadtpfarrer Bernhard Müller zu Beginn der Messfeier. Pfarrer Bernhard Müller, Meßner, Lektorin, Organist, der Bürgermeister, der die Fürbitten sprach und unser Berichterstatter nahmen hinter der verschlossenen Kirchentür an der Messe teil.
Heiliger Sebastian: "Bewahre uns"
Der Gottesdienst endete am Seitenaltar vor dem Bildnis des Stadtpatrons, des heiligen Sebastian. Mit Gebet und Litanei wurde er um Fürsprache in der Corona-Krise aufgerufen: „Der heiligen Sebastian war in Pestzeiten und bei anderen Krankheiten die Zuflucht bedrängter Menschen. Bewahre uns – auf seine Fürbitte – vor allen Gefahren des Leibes und der Seele, besonders vor einem plötzlichen Tod. Beschütze auf seine Fürsprache unsere Familien, unsere Gemeinden und unser ganzes Land vor Unheil und Verderben. Das gewähre uns durch Christus unseren Herrn! Amen.“














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