„Jeden Tag ‚Guten Morgen, Herr Schalanda‘ über den Gang gerufen zu hören, macht den Beruf besonders“, schwärmt Daniel Schalanda. Der Lehrer ist seit Beginn des Schuljahres auch Konrektor an der Grund- und Mittelschule in Grafenwöhr.
Sein Start in die neue Aufgabe verlief gut, erzählt Schalanda. „Meine Vorgängerin ist ja noch an der Schule, sie hat mir schon im letzten Schuljahr viel gezeigt. So war der Einstieg leicht, und ich konnte auch jederzeit auf kurzem Weg Fragen stellen.“ Sie habe ihm zudem eine kleine Checkliste zum Schulanfang mitgegeben. Außerdem stehe ihm mit Anja Bräu eine erfahrene Leiterin zur Seite. Bräu ist seit 2020 Rektorin. Zuvor sammelte sie bereits als Konrektorin an der Mittelschule in Eschenbach Erfahrung.
„Tolle Schule“
Auch der neue Konrektor kennt die Schule schon. Er war zwei Jahre als sogenannte „Mobile Reserve“ in Grafenwöhr tätig, seit vergangenem September gehört er zum festen Lehrerkollegium. „Dazwischen war ich ein Jahr weg, aber ich hatte den Wunsch, wieder nach Grafenwöhr zurückzukommen“, berichtet der 37-Jährige. „Es ist eine tolle Schule, ein super Kollegium und es gibt gute Voraussetzungen für einen modernen Unterricht.“
Lehrer für die Grund- und Mittelschule wurde Schalanda als Zweitqualifikant. Ursprünglich hatte er Gymnasiallehramt studiert. „Aufgrund der schlechten Stellensituation habe ich dann gewechselt“, erklärt er. Er habe dadurch seinen Horizont erweitert und ein neues Schülerklientel kennengelernt. Außerdem sei die Wertschätzung gegenüber den Lehrkräften an einer Grundschule höher als beispielsweise an einem Gymnasium. Besonders schön sei für ihn, dass man die Schülerinnen und Schüler an einer Grundschule prägen könne. „Die Kinder geben einem viel zurück“, schwärmt er.
Einen Schwerpunkt seiner Arbeit möchte er auf die Digitalisierung legen. „Ein Ziel ist es, KI so einzubringen, dass sie im Schulkontext noch gewinnbringender für alle genutzt werden kann. Man kann hier gemeinsam mehr lernen und sich weiterentwickeln. Ich sehe das als Chance für die Schulfamilie.“
Handball als Ausgleich
Auch in diesem Jahr ist Schalanda Klassenleiter einer dritten Klasse mit 27 Schülerinnen und Schülern. Hinzu kommen seine Aufgaben als Konrektor. „Es ist natürlich ein höheres Arbeitspensum im Vergleich zu vorher, als ich nur Klassenleiter war. Aber ich wusste, was auf mich zukommt, und ich freue mich“, sagt er.
Energie tanken könne er mit seinen beiden Kindern, die elf Wochen und zwei Jahre alt sind. „Außerdem bin ich Handball-Trainer in Auerbach. Wenn ich am Wochenende in der Halle stehe und mit meinem Team um Punkte kämpfe, ist das auch ein Ausgleich für mich.“ Schalanda lebt auch in Auerbach. „Ich fahre ungefähr 25 bis 30 Minuten in die Arbeit, aber ich finde das total in Ordnung. So habe ich morgens ein bisschen Zeit für mich.“













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