24.04.2020 - 10:44 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

"Glücksmomente in der Krise schaffen"

Ein Liebeslied, zehn Stationen und anspruchsvolle Aufgaben. Krischa Fleischer und Johanna Römisch wurden nach ihrem Ja-Wort ordentlich gefordert. Freunde und Familie dürfen sich auf eine Feier als Dankeschön freuen.

Krischa Fleischer und Johanna Römisch gehen künftig gemeinsam durchs Leben.
von Stefan NeidlProfil

Die wahre Liebe lässt sich auch von Corona nicht aufhalten. Und so gaben Krischa Fleischer und Johanna Römisch sich kürzlich das Ja-Wort. Der 31-jährige Grafenwöhrer und die 27-jährige Dießfurterin sind seit August 2018 ein Paar und leben nun gemeinsam in Grafenwöhr. Der Betriebswirt und die Lehrerin an der Grundschule Speinshart kannten sich schon länger, bevor sie zusammenkamen. "Dafür ging es mit der Hochzeit umso schneller", erzählt Johanna und lacht.

Die besten Voraussetzungen für die Ehe sind gemeinsame Aktivitäten. Johanna und Krischa fahren gerne Rad, joggen und reisen. Krischa brachte ihr sogar das Schafkopfspielen bei und hin und wieder mit seinen Kumpels mitspielen oder den "Brunskatter machen".

Beim gemeinsamen Wellnessurlaub im Februar überraschte er sie mit dem Antrag und es war auch klar, dass sie schnell heiraten wollten. Eine Verschiebung wegen Corona kam nicht in Frage. "Die Krise bestimmt vieles im Leben eines jeden Einzelnen und man sollte sich auch in der jetzigen Situation Glücksmomente schaffen", erklären die beiden. Eine große Feier mit Familie, Freunden und Arbeitskollegen ist für August geplant. Sollte ein gesellschaftlicher Event bis dahin noch nicht möglich sein, wird er 2021 nachgeholt: "Groß feiern wollen wir schon mit allen." Getraut wurden sie von Fleischers Onkel, dem Standesbeamten Holger Cibis.

Die dann geladenen haben das glückliche Paar nach der Trauung vor dem Rathaus empfangen und hoch leben lassen. Dann wurden sie auf eine Schnitzeljagd von Grafenwöhr nach Dießfurt und zurück entführt. Insgesamt zehn Stationen mussten sie abklappern: Vom Nägel in Baumstamm hämmern, über Luftballons spicken bis hin zu Losen waren viele klassische Spiele dabei. Kolleginnen der Braut ließen die beiden ein Puzzle lösen. Krischa kam dabei schön ins Schwitzen und so erledigte den Großteil Johanna. Der Bräutigam wusste dafür eine Champagnerflasche mit einem Säbel zu köpfen. Woanders sang eine Freundin ein Liebeslied vor. Auch den Großeltern der Braut wurde ein Besuch abgestattet - so mussten diese in Corona-Zeiten nicht vor die Tür.

Am Ende waren die beiden voll des Dankes an alle Beteiligten und glücklich über ihren Tag: "Wir hätten uns unsere Hochzeit nicht schöner vorstellen können." Bei allen Treffen wurde natürlich der Sicherheitsabstand eingehalten. Die Umarmungen für alle werden nachgeholt, versprechen beide.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.