Klimaschutz und Energiewende beschäftigen die Kommunen. Auch Grafenwöhr ist verpflichtet, bis 2026 einen Plan aufzustellen, wie die kommunale Wärmeplanung in Zukunft aussehen kann. Über den aktuellen Stand informierte Bürgermeister Edgar Knobloch nun den Bauausschuss.
Seit April arbeitet die Verwaltung mit dem Institut für Energietechnik (IfE) aus Amberg an einer Ausgestaltung. Knobloch erklärte die grundlegende Frage: "Wie können wir eine nachhaltige Wärmeversorgung für unsere Stadt sicherstellen?" Das IfE analysiert technische Möglichkeiten und eine sinnvolle wirtschaftliche Nutzung. Wichtig sei eine Bestandsanalyse, wie viel Energie die Haushalte und Gewerbebetriebe in der Stadt benötigen. Weiter will das Institut wissen, ob die Hauseigentümer mittelfristig eine Heizungsmodernisierung planen und Interesse hätten, sich an ein Wärmenetz anzuschließen.
Dafür steht bis 4. August ein Fragebogen online. Die Hauseigentümer werden schriftlich von der Stadt über die Befragung informiert. Knobloch appelliert an alle Haushalte mitzumachen: "Die Teilnahme ist freiwillig. Wir bitten jedoch um eine rege Teilnahme, denn nur so können realistische Ergebnisse erzielt werden." Der Link zum Fragebogen ist auf der Homepage der Stadt unter der Rubrik Wirtschaft und Bauen/kommunale Wärmeplanung zu finden. In Ausnahmefällen kann er auch schriftlich ausgefüllt werden.
Für Gerald Morgenstern (CSU) ist klar: "Die Leute warten auf Planungssicherheit. In welchem Zeitraum kann es ein kommunales Wärmenetz geben?" Preise änderten sich aber ständig und eine Dauer sei nicht vorherzusagen. Fachbereichsleiterin Kathrin Regler schätzt die Dauer für die Aufstellung eines Wärmeplans auf ein Jahr nach Abschluss der Umfrage. Thomas Schopf (FW) empfahl eine Abstimmung mit der Bürgermeisterin Carmen Pepiuk von Trabitz. Die dortige Biogasanlage ist schon eine Weile im Betrieb und sie könnte ihre Erfahrungen weitergeben.
Neuer Gastronomiebetrieb
Ein privater Bauherr plant die Eröffnung eines Gastronomiebetriebs im ehemaligen Fotostudio Spahn an der Alten Amberger Straße. Zusätzlich sollen sechs Wohnungen vermietet werden. Dafür beantragte er eine Nutzungsänderung. Knobloch kommentierte: "Wir können es nur begrüßen, wenn jemand etwas macht." Der Bauausschuss erteilte einstimmig das gemeindliche Einvernehmen.
Weitere Beschlüsse
Knobloch verkündete Beschlüsse aus voriger nichtöffentlicher Sitzung: Für die Sanierung der Verwaltungsgebäude erhielt eine Firma aus Weiden den Auftrag für die Gerüstarbeiten für 89.336,82 Euro. Der Radweg von Hütten nach Gmünd soll im Zuge einer Gesamtmaßnahme mit einer drei oder dreieinhalb Zentimeter starken Deckschicht überzogen werden. Die Maßnahme wird mit dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach abgestimmt.













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