Grafenwöhr
27.03.2025 - 15:57 Uhr
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Grafenwöhrer Stadtrat diskutiert über Hochwasserschutz

Gebiete am Gewerbepark und an der Felsmühlstraße unterliegen dem Hochwasserschutz. Die Stadt wollte diese nun herausnehmen und dafür Kompensationsflächen schaffen. Doch das Wasserwirtschaftsamt stellt sich quer.

Der östliche Teil der Straße "Im Gewerbepark" am Gründerzentrum ist noch nicht gebaut, aber geplant. Ein Teilstück ist als Überschwemmungsgebiet der Creußen ausgewiesen. Dadurch ist aber eine Erweiterung der Straße gefährdet: Dafür wären Abgrabungen und Auffüllungen nötig, die Festsetzung als Überschwemmungsgebiet verbietet dies aber.

Amtierende Bürgermeisterin Anita Heßler (CSU) erklärt im Stadtrat die Beschlussvorlage: "Die Stadt kann daher die Festsetzung in diesem Bereich als Überschwemmungsgebiet nicht hinnehmen und beantragt eine Herausnahme dieser Fläche." Das Wasserwirtschaftsamt sah nur in Teilen eine Herausnahme als möglich an. Eine Bebauung dort könne aber nur unter der Einhaltung strenger gesetzlicher Anforderungen erfolgen. "Aus wasserwirtschaftlicher Sicht raten wir jedoch grundsätzlich von einer Bebauung im Überschwemmungsgebiet ab."

Vergleichbare Situation

Ein ähnlicher Fall liegt im Baugebiet "Felsmühlstraße" vor. Dieses liegt am Rande des Hochwassereinzugsbereichs der Creußen. Die meisten Bauplätze sind bereits bebaut. Die Stadt beantragt eine Zurücknahme des Jahrhunderthochwasser-Gebiets bis zu den Grundstücksgrenzen der Bauplätze.

Schon 2006 wurden in diesem Gebiet neue Bauplätze ausgewiesen. Zur Kompensation will die Stadt nun auf einem anderen Flurstück einen großzügigen Retentionsausgleich schaffen. Retentionsräume sind Flächen, die bei Hochwasser überschwemmt werden und den Flüssen den nötigen Raum zum Ausufern geben. Dieser neu geschaffene Raum soll für die gesamte Felsmühlstraße gelten. Das Wasserwirtschaftsamt sieht eine Herausnahme aller Grundstücke des Überschwemmungsgebiets als nicht möglich an, befürwortete zumindest eine Bebauung eines Teils davon.

Zu beiden Fällen begrüßte das Wasserwirtschaftsamt eine Schaffung von Kompensationsflächen, lehnte aber eine Herausnahme von Überschwemmungsgebieten ab. Der Stadtrat nahm die Zugeständnisse im Fall der Felsmühlstraße positiv zur Kenntnis. Eine Entscheidung über den Straßenbau am Gründerzentrum will das Gremium später fällen.

Firma expandiert

Eine größere Produktionsfirma plant im Gewerbegebiet am Gründerzentrum zu erweitern. Darum änderte nun der Stadtrat den Bebauungsplan "GE Am Flugplatz". Dadurch wird eine Erschließung der dortigen Grundstücke über die bestehende Straße "Beim Flugplatz" erfolgen.

Eine einst dafür vorgesehene Straße, Flur-Nummer 2397/2, wird nun nicht mehr benötigt und teilweise einem dortigen Gewerbegrundstück, Flur-Nummer 2397/1, zugeschlagen. Außerdem wurde ein neuer Höhenbezugspunkt definiert. In der Regel bemisst sich die Höhenlage anhand des natürlichen Gefälles, hier werden nun aber ab sofort alle Bemessungen anhand des neuen Bezugspunkts gemessen.

Waldbad: Neue Vergaben

Die Modernisierungsarbeiten im Waldbad laufen weiter. Nun wurden Aufträge für den Trockenbau, die Fließarbeiten und der Lüftungsarbeiten zur Sanierung der Sanitäranlagen an drei Grafenwöhrer Firmen vergeben.

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