17.10.2018 - 12:03 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

"Unser Pausenhof ist cool"

Grünes Klassenzimmer und Abenteuerspielplatz wird er genannt und "cool" ist er laut den Schulkindern auch noch. Der sanierte und neu gestaltete Pausenhof der Grund- und Mittelschule ist offiziell eingeweiht.

von Renate GradlProfil

"Alles, was mit Grund- und Mittelschule zu tun hat, ist jetzt neu; sei es die Außenfassade, das Innere des Gebäudes oder das Umfeld mit Pausenhof", sagte Bürgermeister Edgar Knobloch, bevor er eine Reihe von Gästen begrüßte, die zur Schulhofeinweihung gekommen waren. Darunter waren unter anderen Regierungspräsident Axel Bartelt, Rektor Thomas Schmidt, Konrektorin Ruth Seitz, Schulrätin Elisabeth Junkawitsch, einige Schulleiter aus Grafenwöhr, Eschenbach, Pressath, Kirchenthumbach und sogar aus der Partnergemeinde Grafenwörth, die Bürgermeister aus dem Vierstädtedreieck sowie alle Schüler.

Viele Nerven und Geduld mussten Rektor Schmidt, das Lehrerkollegium und die Schulverwaltung aufbringen, da während der Bauarbeiten parallel der Schulbetrieb am Laufen gehalten werden musste, wusste Knobloch zu schätzen. Ihnen sowie den Hausmeistern, dem Reinigungspersonal und dem städtischen Bauhof galt der Dank des Bürgermeisters. Dieser informierte die Gäste auch über die Investitionen in die Grund- und Mittelschule: 2,5 Millionen wurden für die energetische Sanierung, 5 Millionen für die Innensanierung und 665 000 Euro für den Pausenhof benötigt. Förderfähig seien 6,9 Millionen. "Wir hoffen, dass wir am Ende aller Verwendungsnachweise auf eine Fördersumme von 3 800 000 Euro kommen", sagte Knobloch. Dafür bedankte er sich bei Regierungspräsident Bartelt.

Für den Pausenhof wurden zwei Fördertöpfe angezapft, nämlich die FAG-Förderung mit 110 000 Euro und die Städtebauförderung mit 189 000 Euro. Das Motto für den Pausenhof war: "Vom Asphaltpausenhof zum Erlebnispausenhof". Was momentan noch fehle, sind sieben große Bäume und jede Menge Sträucher und Büsche, sagte der Bürgermeister.

Dankesworte gingen auch an das Stadtratskollegium für die konstruktive Zusammenarbeit. "Jetzt haben wir sicher eine moderne und zukunftsweisende Schule", meinte Knobloch. "Es ist einer der schönsten Pausenhöfe in der Oberpfalz", bestätigte Regierungspräsident Bartelt. "Auf dem Abenteuerspielplatz können die Schulkinder Kraft schöpfen sowie Spaß haben. Sie können auch dankbar sein für mit die schönsten Jahre in ihrem Leben." Architekt Wolfgang Schultes ging auf die planerischen Aspekte ein, denn der Schulhof sollte ein Ort des Lehrens und Lernens werden. Die Kreativität soll damit gefördert werden. Außerdem wollte man weg von einer "Asphaltpiste"; eine städtebauliche Aufwertung sollte erreicht werden. Schultes bedankte sich bei den beauftragten Firmen, die unfallfrei gearbeitet hatten.

Spiel, Natur, Kreativität und Ruhe - die Mischung aus diesen vier Angeboten formt diesen Platz zu einem Erlebnisbereich, der die Schule Grafenwöhr über Jahre hinweg prägen wird. Kinder und Jugendliche verlangen nach Herausforderungen, sagte Rektor Thomas Schmidt. Nur durch Erprobung des eigenen Könnens wachse Selbstbewusstsein. "Schulen haben den pädagogischen Auftrag, für Gefahren zu sensibilisieren", betonte er weiter. Es liege nun an den Lehrkräften und auch an den Eltern, die zulassen sollen, dass die Schüler die Spielgeräte für sich entdecken und erobern, damit sie ihre Möglichkeiten ausloten können. "Wir müssen uns davor hüten, diese Inbesitznahme von vornherein mit Regeln einzuengen", warnte Schmidt.

Die Schulkinder der zweiten Klasse trugen bei der Einweihung zum Dank ein von Konrektorin Ruth Seitz verfasstes Gedicht vor. Darin hieß es unter anderem: "Der Baulärm war oft mächtig, manchmal bebte der Boden, Unmengen an Erde wurden verschoben, unterirdische Leitungen wie ein Netz verwoben. Nach diesen schwierigen Zeiten ist er jetzt fertig - und er ist ein Traum. Hügel und Röhren, Bänke zum Ruhen, Baumstämme zum Balancieren, ein Trampolin zum Springen, ein jeder kann Geeignetes nach seinen Wünschen finden. Wer solch ein Juwel zur Verfügung hat, der isst sich in der Pause nicht nur satt, sondern kann spielen, sich ausruhen oder toben und damit alles gut geht, brauchen wir noch Gottes Segen von oben." Diesen erteilten Pfarrer Dr. André Fischer und Gemeindereferentin Christine Gößl. Sie hatte genügend Weihwasser dabei, um Pausenhof und Gäste damit zu besprengen.

Ihren Dank brachten einige Schulkinder stellvertretend für 280 Kinder und Jugendliche auch mit einem Rap zum Ausdruck. Sie sangen: "Wir lern' zusammen hier, wir haben so viel Spaß. Vielen Dank für uns'ren neuen Pausenhof."Weitere Bilder www.onetz.de/bildergalerie

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