15.06.2020 - 12:35 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Reitanlage auf Grafenwöhrer Tennisplatz

Auf einem ungenutzten Tennisplatz soll eine Reitanlage und Platz für Osteopathie für Pferde entstehen. Der Grafenwöhrer Bauausschuss will Konflikte mit dem benachbarten Schützenverein vermeiden und die Vereinbarkeit im Auge behalten.

In Gmünd wird eine Biogasanlage erweitert. Der Grafenwöhrer Bauausschuss gibt dafür seine Zustimmung.
von Stefan NeidlProfil

Einer der Tennisplätze des Tennisclubs 1958 wird seit Jahren nicht mehr genutzt und das dortige Gelände verwildert. Nun gibt es einen Antrag für eine mobile Reithalle. Sie wäre 21 Meter auf 16 Meter groß und würde genau auf dem Areal Platz finden. Der Bauherr will dort Reiten und Osteopathie für Pferde anbieten. Der Untergrund des Tennisplatzes sei gut für die Vierbeiner geeignet. Es gäbe ein Erbbaurecht aus dem Jahr 1965 – Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) will die Rechtslage prüfen.

Der Fraktionssprecher der Freien Wähler Thomas Schopf erinnert sich, dass es schon einmal ähnliche Pläne gab. Ein Projekt scheiterte damals an der Anlage der Hubertus-Schützen: "Ein Pferd ist nun mal ein Fluchttier und das ist mit der Schießerei nur schwer verträglich." Pferde aus Grafenwöhr seien an Schießlärm gewöhnt, eine Therapie fremder Pferde kann aber zu Problemen führen. Der schon lang ansässige Schützenverein müsse Vorrang genießen.

Gerald Morgenstern (CSU) weiß, dass der Knackpunkt damals die Idee eines Pferdehotels und einer Klinik war. Die jetzige Planung ist eine Aufwertung und dient eher der Freizeitbeschäftigung. Thomas Weiß (SPD) stimmte dem Projekt grundsätzlich zu, erkennt aber auch den Konflikt wegen des Schießlärms. Der Bauausschuss befürwortete das Projekt, es soll aber geklärt werden, ob eine Koexistenz mit der Schießanlage vorstellbar ist.

Info:

Blockheizkraftwerk erweitern und Stadtmauer sanieren

Ein Bürger aus Gmünd möchte eine bestehende Biogasanlage von 545 Kilowatt auf 1,202 Megawatt und um ein Blockheizkraftwerk erweitern. Die Löschwasserversorgung ist gewährleistet, dennoch wird in der Nähe ein weiterer Hydrant aufgestellt. Das Projekt fand das Wohlwollen des Ausschusses.

Thomas Weiß (SPD) erkundigte sich nach der Sanierung an der Stadtmauer. Geschäftsführer Kraus Lorenz sei damit beauftragt und Knobloch wolle sich erkundigen. Jürgen Wegmann (CSU) fragte nach einer Übertragung des Livebildes der Zählanlage des Waldbades um von zu Hause den Einlass prüfen zu können. (sne)

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