Grafenwöhr
13.08.2018 - 11:59 Uhr

Segnung für das Traumauto

Die Spendenbereitschaft für das neue Auto des Helfer vor Ort (HvO) Grafenwöhr übersteigt alle Erwartungen. Vereine, Firmen, öffentliche Einrichtungen, Privatpersonen und Stammtische spenden dafür. Nun wird das Fahrzeug eingeweiht.

Die Grafenwöhrer Stadtkapelle sorgt für die richtige Musik bei Einweihung des neuen HvO-Fahrzeugs. Bild: sne
Die Grafenwöhrer Stadtkapelle sorgt für die richtige Musik bei Einweihung des neuen HvO-Fahrzeugs.

Patrick Hößl und sein Team nahmen den Ford Kuga offiziell in Betrieb und bedankten sich mit einem Fest bei allen Spendern. Zu einer allzeit guten Fahrt gehörte auch die geistliche Segnung des Wagens. Pfarrer Vivien Somda für die katholische und Pfarrer André Fischer für die evangelische Kirche sprachen ihren Segen für das Auto aus. Mit Unterstützung von Bürgermeister Edgar Knobloch begann die Aktion am 1. November 2017. Je nachdem, wann genügend Geld vorhanden war, sollte das Fahrzeug gekauft für 2019 oder 2020 gekauft werden. Geplant war, das Fahrzeug zu kaufen, wenn genüeine Bestellung des Fahrzeugs je nachdem wann genügend Geld vorhanden sei für 2019 oder 20. Aber Hößl hatte die Wertschätzung und Anerkennung der Menschen in und um Grafenwöhr unterschätzt: Bereits zum Jahreswechsel – also innerhalb von zwei Monaten – waren 14 880 Euro auf das Konto des HvO eingegangen.

Die Summe wuchs und wuchs und so konnte bereits Ende Februar, nach gerade einmal vier Monaten anstatt der geplanten zwei Jahren, bei einem Zwischenstand von 23 900 Euro der Ford Kuga bei dem Autohaus MGS in Weiden bestellt werden. Bis heute sind Spenden in Höhe von rund 41 000 Euro beim HvO eingegangen. 1,5 Liter Benzinmaschine, 182 PS, Allradantrieb, Automatikgetriebe und eine Standheizung für den Winter: Hößl bezeichnet den Kuga als sein „Traumauto“. Am 9. Juni wurde es in Empfang genommen und ging danach zum Um- und Ausbau an diverse Firmen. Funk, Beklebung, Ausbau des Kofferraums und Blaulicht sind nun fertig und das Fahrzeug ist einsatzbereit. Dafür sprach Hößl den Spendern und Helfern einen großen Dank aus. Stets wurde auf lokale und regionale Auftragsvergabe geachtet.

Kreisbereitschaftsleiter des BRK, Herman Regler, warf auch einen Blick zurück in die Geschichte des HvO. Herbert Putzer aus Vohenstrauß rief am 1. Juli 1995 mit fünf Mitgliedern aus Grafenwöhr den Standort als Ergänzung zum regulären Rettungsdienst ins Leben. Waren es 2012 noch 400 jährliche Einsätze, leistet man heute 700 Rettungsfahrten und übernimmt die Erstversorgung. Dafür gebührt ein besonderer Dank den neun Mitgliedern der BRK-Bereitschaft, die dies ehrenamtlich leisten.

Kreisgeschäftsführer Sandro Galitzdörfer betonte die Bedeutung des HvO. In Grafenwöhr besteht eine fast durchgehende 24-Stunden-Besetzung, was außergewöhnlich sei. Selbst bei Feiern wie der Segnung des Wagens ist Hilfsbereitschaft da – noch am gleichen Tag wurde der HvO zu einem Einsatz gerufen. Galitzdörfer erinnert sich gerne an Hößls Gesicht beim Empfang des neuen Fahrzeug und bestätigen, dass es Hößls Traumauto sei. Überhaupt ist dDer Kuga ist der erste Neuwagen im Dienst des HvO Grafenwöhr. Die Vorgänger waren ausrangierte Rettungsfahrzeuge.

Bürgermeister Knobloch erinnerte sich, dass vor eineinhalb Jahren die Institution des HvO in Grafenwöhr fast zu Ende ging. Heute steht das Team mit neun Bereitschaftleistenden und dem neuen Fahrzeug so gut da wie noch nie. Veranstaltungen im Stadtgebiet wurden genutzt, um auf die Notwendigkeit eines neuen Autos aufmerksam zu machen. Die über 700 Einsätze im vergangenem Jahr bedeuten auch 10 440 Stunden ehrenamtliche Arbeit – ein Kompliment sprach das Stadtoberhaupt dafür aus, ebenso wie seinen Bürgern für die Spendenbereitschaft.

Dies sei ein gutes Zeichen in Zeiten, in denen man Menschen lesen muss, die Hilfeleistende beschimpfen und sogar angreifen. Die rund 200 Gäste ließen es sich anschließend nicht nehmen, den Kuga zu inspizieren und Probe zu sitzen. Die Stadtkapelle Grafenwöhr gestaltete die Feier musikalisch.

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Das Team des HvO freut sich mit Bürgermeister Edgar Knobloch und den Gemeindepfarrern über den brandneuen Ford Kuga. Bild: sne
Das Team des HvO freut sich mit Bürgermeister Edgar Knobloch und den Gemeindepfarrern über den brandneuen Ford Kuga.
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