09.07.2021 - 13:33 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Sorge um Fahrradfahrer: Bauausschuss Grafenwöhr spricht über Situation am Kreisverkehr der Bundesstraße 299

Der Fahrradweg am Kreisverkehr der B 299 bei Grafenwöhr ist für Autofahrer nur schlecht erkennbar. Das findet Stadträtin Anita Stauber. Im Bauausschuss wünscht sie sich deshalb Sicherheitsvorkehrungen.

Direkt neben der Ausfahrt des Kreisverkehrs der B 299 bei Wache 6 und Gründerzentrum verläuft ein Fahrradweg. Anita Stauber regt deshalb im Bauausschuss Sicherheitsvorkehrungen an.
von Stefan NeidlProfil

Anita Stauber (CSU) sorgt sich um die Fahrradfahrer auf Höhe des Kreisverkehrs bei Wache 6 und Gründerzentrum. Der Radweg würde nahe der Ausfahrt des Kreisverkehrs zum Gründerzentrum verlaufen; Autofahrer würden dort aber nicht mit kreuzenden Fahrradfahrern rechnen, beschrieb sie in der Sitzung des Bauausschusses die Situation. Außerdem versperrten die Verkehrsschilder die Sicht auf den Fahrradweg. Stauber bat deshalb um Überlegungen, die Gefahrenstelle zu entschärfen.

Die Frage dabei war zunächst, wer denn Vorfahrt haben sollte: Fahrradfahrer oder Autofahrer? Jürgen Wegmann (CSU) brachte ein Warnschild "Fahrradfahrer kreuzen" an der Ausfahrt des Kreisverkehrs ins Spiel. Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) schlug vor, gestrichelte Linien auf der Straße anzubringen. Er will sich Gedanken über das Thema machen.

Neuer 5G-Funkturm

Ein Telekommunikationsunternehmen möchte im Norden von Grafenwöhr einen neuen, 40 Meter hohen Funkturm zur Versorgung des Baugebiets "Ochsenhut" bis Gößenreuth mit dem 5G-Netzwerk aufstellen. Die Stadt ist an der Standortfindung beteiligt. Sie bevorzugt die Nutzung von vorhandenen 20-Kilovolt-Leitungen, was das Aufstellen eines Masts ersparen würde.

Sollte dies nicht möglich sein, plädiert die Kommune für das Aufstellen des Funkturmes nordöstlich der Linie zwischen der Bundesstraße 299 und der Starkstromleitung, da dort bereits ein gut ausgebauter Waldweg verläuft. Auch dem Landschaftsbild würde dies weniger schaden: Dort stünden etwa 25 Meter hohe Kiefern, es gebe weniger Biotopflächen als in der Creußenaue und Wohnhäuser seien weiter weg, argumentiert die Stadt.

Thomas Schopf (FW) fragte, warum nicht der große Mast an der Lagerwache 1 genutzt werde. Fachbereichsleiterin Kathrin Regler verwies auf eine Versorgungslücke im Norden der Stadt. Gerald Morgenstern (CSU) und Thomas Weiß (SPD) begrüßten die Idee, bestehende Strommasten zu nutzen. Der Bauausschuss genehmigte schließlich einstimmig das Vorhaben.

Keine Einwände gegen Schwarzenbacher Vorhaben

Schwarzenbach plant eine Ortskern-Erneuerung und will dafür die aktuelle Situation untersuchen lassen. Grafenwöhr war als Nachbargemeinde anzuhören, hat aber keine Einwände.

Solarpark in Hagenohe

In Auerbach soll auf bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen der "Solarpark Hagenohe" entstehen. Thomas Weiß hielt es für bedenklich, dass Ackerflächen für solche Projekte weichen müssen. Bürgermeister Edgar Knobloch erklärte, dass die Hintergründe des Vorhabens in der Nachbargemeinde nicht bekannt seien. Er will aber den Einwand dem Beschluss anfügen.

Erstes Stadträtinnen-Baby bereits 1980

Stadträtin Lisa Brandl ist Mutter geworden. Laut Recherchen des Rathauses war sie die erste Stadträtin, die während ihrer Amtszeit Nachwuchs bekam. Der aufmerksame Zeitungsleser und ehemalige Stadtrat Josef Neubauer – wandelndes Geschichtsbuch von Grafenwöhr – weiß dies aber zu korrigieren: Tatsächlich steht diese Ehre der ehemaligen SPD-Stadträtin Anni Zeitler zu, die während ihrer Amtszeit 1980 das erste Stadträtinnen-Baby entbunden hatte.

Direkt neben der Ausfahrt des Kreisverkehrs der B 299 bei Wache 6 und Gründerzentrum verläuft ein Fahrradweg. Anita Stauber regt deshalb im Bauausschuss Sicherheitsvorkehrungen an.

"Autofahrer rechnen dort nicht mit kreuzenden Fahrradfahrern. Außerdem versperren die Verkehrsschilder die Sicht auf den Fahrradweg."

Stadträtin Anita Stauber

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