Grafenwöhr
31.07.2025 - 12:38 Uhr
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Stadtrat Grafenwöhr: Mehr Polizeikontrollen im Stadtpark

Viele Themen hatte der Stadtrat von Grafenwöhr zu besprechen. Es ging um Ärger mit Behörden, Anpassungen am Gründerzentrum, aber auch den Wunsch nach mehr Polizeikontrollen.

Schon im März befassten sich der Bauausschuss mit dem Bebauungsplan "Am Flugplatz". Dieser wurde dahingehend geändert, dass die Ringstraße sowie angrenzende Grundstücke der Gemarkung Gmünd aus dem Geltungsbereich herausgenommen wurden. Der Grund ist das dortige Überschwemmungsgebiet. Mit der neuen Festsetzung liegen keine Grundstücke des Gewerbegebiets mehr im Überschwemmungsgebiet. Auch neu für die Stadt ist nun: Ursprünglich sollte der Weg beim Club Mr. Miyagi im Ringschluss zur Straße nach Gmünd führen. Wegen des Überschwemmungsgebietes kann diese Stadt nun nicht gebaut werden. Damit der Weg aber nicht zur Sackgasse wird, soll ein Wendehammer entstehen. Wie aus der Diskussion hervorging, sind alle Grundstücke anderweitig erschlossen und zugänglich, ein großer Schaden entsteht für die Stadt daraus nicht.

"Wasserwirtschaftsamt auf Finger klopfen"

Stadtrat Thomas Mayer (CSU) ärgerte sich: "Der Thumbach wächst an der Rosenhof- und Stadtweiherbrücke immer mehr zu. Das Gewässer verlandet immer mehr." Es wäre seiner Ansicht nach Aufgabe des Wasserwirtschaftsamts, etwas gegen den vielen Schlamm etwas zu machen, doch dieses unternehme nichts. "Kann man denen mal auf die Finger klopfen?", fragte Mayer in der Stadtratssitzung. Bürgermeister Edgar Knobloch kannte das Problem: "Dies ist auch mein Wunsch." Doch so einfach ist der Sachverhalt nicht. Viele Maßnahmen sind wegen des Naturschutzes verboten. Auch ist eine Entsorgung sehr teuer und aufwendig – der Schlamm wurde früher weit weggebracht.

Nächtliche Störungen im Stadtpark

Von Mayer kam auch der Wunsch nach mehr Kontrolle im Stadtpark. Der Pavillon dort wird gerne für Treffen auch nachts genutzt. Anwohner hätten sich schon über den Lärm beschwert. Mayer will auch erfahren haben, dass die Museumsmauer dann für die Notdurft verwendet wird.

"Vielleicht kann die Polizei dort öfter kontrollieren. Am besten in Zivil, sonst sind die Störer gleich weg", schlug Mayer vor. Polizist Thomas Schopf (FW) wusste, dass die Personalien dort bereits aufgenommen wurden. Auch für 2. Bürgermeisterin Anita Heßler (CSU) war dies nicht neu: "Ich habe die Leute dort schon selbst angesprochen und in meiner Amtszeit mehrfach mit der Polizei telefoniert – sie weiß Bescheid."

Funkmast im Truppenübungsplatz

Die Telekom arbeitet weiter am Netzausbau. Grade in Grafenwöhr ist dies oft schwierig, schließlich liegt ein großer Teil des Gemeindegebiets im Truppenübungsplatzes, in dem die Stadt keine eigenen Grundstücke hat. Mit einer Email vom 8. Juli teilte das Telekommunikationsunternehmen der Stadt nun mit, dass ein geeigneter Standort für einen LTE- und 5G-Mast gefunden worden sei. Dieser befinde sich in der Nähe des Camp Algiers, wo das Volksfest stattfindet, und dem Flugplatz. Die Stadträte nahmen davon Kenntnis.

Jürgen Wegmann (CSU) fiel zunehmend Müll an der Annaberggrotte auf. Jedoch müsse dieser Umstand nicht an der Faulheit der Bürger liegen: Der Abfalleimer dort sei meist übervoll. Er appellierte, den Behälter öfter als bisher zu entleeren.

Einweihungsfest für Eichendorffstraße

Die gesamte Eichendorffstraße ist über mehrere Jahre saniert und aufgehübscht worden. Nun sind alle Einzelmaßnahmen abgeschlossen und die Stadt will dies mit Anwohnern, Räten und der Bevölkerung feiern. Termin soll Freitag, der 5. September, um 11 Uhr sein. Knobloch kündigte schon mal an: "Es kann schon bis in den Abend gehen."

Für die Generalsanierung der Verwaltungsgebäude am Marktplatz wurde der Auftrag für den Einbau eines Aufzugs an eine Firma aus Nürnberg für 82.500 Euro brutto vergeben. Eigentlich gab diese nur das drittbeste Angebot ab – eine Prüfung hatte aber ergeben, dass die besseren Bieter die technischen Anforderungen nicht erfüllten. Die Feuerwehr Grafenwöhr wird ein neues Tanklöschfahrzeug zum Preis von 625.000 Euro bekommen. Der Auftrag für Fahrgestell und Aufbau geht an eine Firma aus Ulm.

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Grafenwöhr29.07.2025
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