Im Fall des tödlichen Verkehrsunfalls auf der A3 bei Parsberg vor zweieinhalb Monaten zwischen einem Holzlaster und einem Militärkonvoi sind die Ermittlungen der Polizei abgeschlossen.
"Wir gehen nun davon aus, dass ein Teil zumindest des letzten US-Fahrzeugs in die rechte Fahrspur hineinragte", bestätigt Jörg Zitzelsberger, stellvertretender Stationsleiter der Autobahnpolizei Parsberg, auf Anfrage von Oberpfalz-Medien. Bremsspuren des Holzlasters würden diesen Unfallhergang belegen. Der Zusammenstoß zwischen dem Sattelzug und den Militärfahrzeugen erfolgte demnach auf der rechten Fahrspur der A3.
Die neuen Erkenntnisse widerlegen die Angaben von US-Soldaten, die sich damals nur wegen einer Übung in Deutschland aufhielten. Diese sagten nämlich aus, dass der Konvoi wegen eines Ordnungshalts auf dem Seitenstreifen stand, da die Kolonne auf der Fahrt vom Truppenübungsplatz Hohenfels nach Grafenwöhr abriss. Um größere Verkehrsbehinderungen auf der Landstraße zu vermeiden, erfolgte die Entscheidung zum Halt auf der Autobahn.
Zeugenaussagen nicht eindeutig
„Auf unseren Aufruf haben sich viele Zeugen gemeldet, die vor dem Unfall an den Militärfahrzeugen vorbei gefahren sind, der letzte Zeuge ein paar Minuten vor dem Unfall“, sagt Zitzelsberger. Allerdings seien die Aussagen nicht eindeutig. "In ein paar Minuten kann viel passieren." Die Bremsspuren seien aktuell die entscheidende Komponente der Ermittlungsergebnisse.
Auch den Lastwagenfahrer treffe eine Mitschuld an dem Unfall. Er sei nachweislich durch ein Telefonat abgelenkt gewesen, erklärt der stellvertretende Stationsleiter der Autobahnpolizei Parsberg. Er habe während der Fahrt mit einem Polizisten einer anderen Dienststelle in einer anderen Sache telefoniert und soll gesagt haben, dass er schnell einen Zettel und Stift suche. Dann soll das Gespräch abgebrochen sein. "Wir können aber nicht mehr feststellen, ob er eine Freisprechanlage benutzt hat", sagt Zitzelsberger. Das Feuer habe diese Spuren zerstört.
Bergung klappte erst nach Stunden
Am 20. Dezember war ein mit Holzspänen beladener Sattelzug mit drei Militärfahrzeugen der US-Streitkräfte auf der A3 zusammengeprallt. Dabei entstand ein großes Feuer, der Fahrer des Holzlasters konnte erst Stunden später tot geborgen werden. Auch mehrere US-Streitkräfte wurden verletzt. Der Konvoi war vom Truppenübungsplatz Hohenfels nach Grafenwöhr unterwegs.
Der Unfallbericht der Polizei wird jetzt an die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth zur weiteren Prüfung weitergeleitet. Es müsse jetzt erst einmal entschieden werden, ob deutsches Recht oder amerikanisches Militärrecht angewendet werde, sagt Zitzelsberger.













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