Das dürfte im Landkreis exklusiv sein: Die Theatergruppe der Feuerwehr Großkonreuth bietet ihren Zuschauern eine spezielle, aufsteigende Tribüne mit Bierbänken- und tischen. Feuerwehr-Vorsitzender Walter Frank hat die gelungene Konstruktion erfunden. Jeder kann bestens nach vorne schauen und seinen Bierkrug oder sein Getränk bequem vor sich abstellen. Das kommt an und wurde am Freitag und Sonntag mit ausverkauftem Haus belohnt.
Die Akteure und ihre Helfer feierten am Freitag eine großartige Premiere mit ihrem Vierakter "Schai is bei der Feierwehr". An beiden Tagen genossen jeweils über 200 Zuschauer einen perfekt vorbereiteten Theaterabend. Gegen schlechte Wettereinflüsse hatte die Feuerwehr ihr Festzelt aufgestellt, sodass alle bis vor zur Bühne im Steinbruch-Stadel im Trockenen sitzen konnten. Zwar war am Freitag ein lauschiger Sommerabend, dennoch verbreitete das "Theaterzelt" ein gemütliches Ambiente.
Das halbe Dorf war auf den Beinen, um die acht Darsteller zu erleben. Das Stück, ausgesucht von Spielleiterin Elvira Gmeiner, beinhaltet alles, was eine ländlich geprägte Feuerwehr an Klischees liefern kann. Beinahe schon kabarettistisch umgesetzt ließ das Ensemble viel Hintergründiges einfließen, besonders zum ewigen Geschlechterkampf zwischen Mann und Frau. Nach den ersten paar Minuten gab's die ersten Lacher aus dem Publikum, das auch an Zwischenapplaus nicht sparte.
Alles dreht sich um drei Feuerwehrleute, die verwaist sind, weil ihr Kommandant, der "Schuster-Sepp", verstorben ist. Denen ist's egal, für sie ist der Verein eh nur ein Männerdomizil, wo man in Ruhe Saufen, Grillen und gemütlich beisammen sein kann. Kreisbrandmeister Roland Frank (den gibt's wirklich, auf der Bühne gespielt von Josef Bartsch) will Ordnung reinbringen mit einem neuen Kommandanten. Zum Entsetzen der drei Männer ist "er" eine Frau (resolut und selbstbewusst gespielt von Christina Schweimer). Während die Feuerwehrleute darüber diskutieren, trifft die neue Kommandantin auf Wirtin Chilly (köstlich gespielt von Elvira Gmeiner).
Die Feuerwehr-Chefin nutzt das "Wissen" der Dorfratsch'n, um diese auszufragen. Plötzlich schlägt Feueralarm an. Nur keiner weiß, was er tun muss. Denn das hat alles der Verstorbene gemacht. Hektik macht sich breit, sehr zur Erheiterung des Publikums. Die kleine Truppe kommt blamiert zurück, die Schläuche zum Löschen haben gefehlt, die Poppenreuther Feuerwehr musste das Feuer löschen.
Turbulent, lebhaft und unterhaltsam geht's weiter in den vier Akten. In den Pausen wird das Publikum rundherum verwöhnt mit Getränken von Bier bis Sekt sowie kulinarischen Leckereien. Viel Applaus ist der Theatertruppe für die gelungene Premiere am Ende spät in der Nacht garantiert. Wer's noch nicht gesehen hat, kann am Samstag, 26. Juni um 20.30 Uhr zuschauen. Restkarten sind bei den Raiffeisenbanken Tirschenreuth und Mähring und bei der Feuerwehr erhältlich.















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