28.02.2019 - 16:01 Uhr
GuteneckOberpfalz

Flurneuordnung geht in die nächste Runde

Der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Flurneuordnung und Dorferneuerung Guteneck-Weidenthal legt den Grundstein für das Arbeitsprogramm 2019. Nach der Gemarkung Guteneck ist jetzt die Flur in Weidenthal an der Reihe.

Die Arbeiten im Flurneuordnungsverfahren Guteneck-Weidenthal konzentrieren sich in diesem Jahr auf die Fluren um Weidenthal. Die Arbeiten beginnen Anfang Mai.
von Richard BraunProfil

Die öffentliche Vorstandssitzung im Sitzungssaal im Gemeindehaus Guteneck wurde vom Vorsitzenden, Bauoberrat Martin Stahr, geleitet. Besonders die Grundeigentümer von Weidenthal waren sehr zahlreich vertreten. Im Vorspann gab der Vorsitzende einen Überblick über den Stand des Verfahrens. Im Herbst des vergangenen Jahres wurden die Wegbauarbeiten in der Flur um Guteneck und der Spielplatz am Dorfanger abgeschlossen. Die Endabnahme brachte keine Mängel zutage. Mit Bedauern stellte der Vorsitzende fest, dass uneinsichtige Landwirte ihre Felder bis unmittelbar an die Wegränder umpflügen und dabei den Straßenkörper beschädigen.

Mit Nachdruck wies er darauf hin, dass ein Mindestabstand von 75 Zentimetern zum Wegrand einzuhalten ist. Der Ausbau der Hofmarkstraße wird im April 2019 beginnen und sich bis Oktober 2020 hinziehen. Bei Untersuchungen ergaben, dass sich im Bereich des Schlossberges ein Bodendenkmal befindet. Beim Ausbau der Hofmarkstraße ist daher eine archäologische Begleitung gefordert.

Den Auftrag dafür erhielt das Büro Arcton aus Altenthann zum Angebotspreis von 9859 Euro. Die Baustellenverordnung verpflichtet den Bauherrn, für Baustellen, auf denen Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber tätig sind, einen oder mehrere Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatoren zu bestellen. Mit dieser Aufgabe wurde das Ingenieurbüro Weiß aus Neunburg betraut. Die Kosten in Höhe von 11 000 Euro tragen die Teilnehmergemeinschaft und die Gemeindekasse. Im festgelegten Zeitraum wurden 600 000 Euro investiert.

Die örtlichen Kassenprüfer Albert Zeitler und Irmgard Spichtinger registrierten einige Beanstandungen, die nachvollziehbar aufgeklärt wurden. Der Großteil der Arbeiten verlagert sich heuer in die Flur um Weidenthal. Die ausgeschriebenen Maßnahmen umfassen elf Wegtrassen, zwei Bachrenaturierungen, zwei Wegrekultivierungen und eine Auffüllung. Insgesamt werden fünf Kilometer Wege gebaut.

Von acht Interessierten gab die Firma Erwin Fischer aus Rötz das wirtschaftlichste Angebot in Höhe von 838 662 Euro ab. Das Submissionsergebnis lag 24,2 Prozent unter der Kostenberechnung. Für die Teilnehmergemeinschaft bedeutet dies eine Ersparnis von 89 Euro je Hektar. In einem Vergabegespräch wurde die Leistungsfähigkeit der Firma geprüft. Die Baustelleneinweinweisung wird im April gemacht. Baubeginn soll am 6. Mai sein. Die Arbeiten werden bis Ende Dezember dauern.

Vorstandsmitglied Albert Zeitler sprach die - nach seinem Kenntnisstand - unnötige Bodenbeprobung an. Die anfallenden Kosten seien ein Dorn im Auge jedes Bauherrn, da die Notwendigkeit nicht einsichtig sei. "Hier muss sich die Teilnehmergemeinschaft nach der gültigen Rechtslage richten", stellte Martin Stahr klar. Um Erosionsschäden zu verhindern, werden im Frühjahr die Wegseitengräben in der Flur Guteneck mit Regiosaatgut befestigt. Auch verschiedene Anpflanzungen mit Hecken sind vorgesehen. Die Arbeiten erfolgen in Eigenregie.

Die Planungsunterlagen waren besonders für die Bürger von Weidenthal von großem Interesse.
Mehrheitlich die Bürger von Weidenthal besuchten die öffentliche Vorstandssitzung der Teilnehmergemeinschaft. Nächstes Jahr beginnt in ihren Fluren der Wegebau.

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