05.11.2020 - 14:02 Uhr
GuteneckOberpfalz

Ein Gewinn für das Dorf und seine Menschen

„Lebensqualität steigern, Entwicklung fördern“ - Eine Dorferneuerungen stellt hohe Erwartungen an Bürger und Kommune. In Guteneck werden diese Ziele in allen Punkten erreicht. Das Dorf ist fit für die Zukunft.

Mit der Abnahme der Hofmarkstraße ist die Dorferneuerung in Guteneck abgeschlossen. Über das gute Ende freuen sich von links: Bürgermeister Johann Wilhelm, BOR Martin Stahr, Bauunternehmer Franz Wilhelm und sein verantwortlicher Vorarbeiter.
von Richard BraunProfil

Unter Dorferneuerung sind staatliche Programme zu verstehen, welche die baulichen, verkehrstechnischen und kulturellen Verhältnisse in den Dörfern verbessern. Als im Frühjahr 2012 der Gemeinde Guteneck durch das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz eine Dorferneuerung in Aussicht gestellt wurde, hat sie nicht lange gezögert und die Chance ergriffen. Den Gemeindevätern war schon damals klar, dass sie sich nicht zurücklehnen können und zu warten was da komme. Ein solches Verfahren setzt eine umfassende Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort voraus, die Ideen, Pläne und Maßnahmenkonzepte entwickeln, damit die Lebensqualität in ihren Dorf weiter gesteigert werden kann. In Guteneck fiel dieser Gedanke auf fruchtbaren Boden. Getreu dem Motto: „Hier leben, lachen und schaffen wir“, wurden von 2012 bis 2014 in vielen Arbeitssitzungen Skizzen und Kostenschätzungen erarbeitet, immer mit dem Ziel vor Augen, ihr Dorf fit für die Zukunft zu machen. Die offizielle Einleitung des Verfahrens im Frühjahr 2014 beinhaltete die detaillierte Objektplanung, die Ingenieurvermessung, Kanalbefahrung, Baugrunduntersuchungen und Grundstücksgespräche. Dadurch konnten Gehwege angelegt und Flächen für dorfgerechte Grünmaßnahmen geschaffen werden. Das Verfahren umfasste die Neugestaltung der Hofmarkstraße, des Schlossberges und der Pfarrhofgasse. Nicht nur neue Wege sollten gebaut werden, sondern im gleichen Zuge stand auch die Erneuerung der Kanalisation an. Die Aufteilung in zwei getrennte Lose war die Folge. Mit der Kanalplanung wurde das Ingenieurbüro Weiß und für die bauliche Umsetzung die Firma Franz Wilhelm aus Neunburg vorm Wald beauftragt.

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Guteneck

Im April 2019 erfolgte der langersehnte Spatenstich. Die Verlegung eines Glasfasernetzes in den Straßenzügen schuf zudem die Voraussetzung für eine zukunftsfähige Breitbandversorgung. Die Anleger nutzten die Möglichkeit der „Privatförderung“ von Seiten des ALE und sorgten damit parallel zur öffentlichen Hand für die Aufwertung des Ortsbildes durch die Neugestaltung ihrer privaten Anwesen. Die Investitionssumme belief sich auf 1,07 Mio. Euro. Die Gemeinde erhielt hierfür eine Förderung vom ALE von 62 Prozent. Da sich während der Bauphase keine unvorhersehbaren Hindernisse in den Weg stellten, konnte die Baufirma Wilhelm die Arbeiten termingerecht beenden. Zur offiziellen Abnahme trafen sich alle Beteiligten in der Hofmarktstraße. Das gesamte Projekt lief unter der Leitung von BOR Martin Star vom Amt für Ländliche Entwicklung. Für die bauliche Umsetzung war der Verband für Ländliche Entwicklung unter der Leitung von Alfons Himmelstoß und Martin Graf zuständig. Beide Ämter waren mit der Umsetzung sehr zufrieden. Der Dank galt neben der ausführenden Baufirma den Anliegern, welche über ein Jahr durch die Baummaßnahme in ihrer Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt waren. Bürgermeister Johann Wilhelm zeigte sich glücklich, dass alle mit dem Ergebnis zufrieden sind und die Arbeiten unfallfrei beendet werden konnten. Jetzt fehlt nur noch die dorfgerechte Begrünung. Auch dieser Auftrag ist bereits vergeben.

Ein Gedenkstein am Eingang der Hofmarkstraße erinnert an die erfolgreiche Dorferneuerung.
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