18.10.2021 - 14:20 Uhr
GuteneckOberpfalz

Zwei Großbaustellen im Gutenecker Gemeindegebiet

Zwei größere Baumaßnahmen dominieren derzeit die Ortsbilder von Pischdorf und Weidenthal. In beiden Fällen handelt es sich um zukunftsweisende Projekte.

Im Baugebiet "Hüthberg Nord" haben die Erschließungsarbeiten begonnen. Bürgermeister Hans Wilhelm (links) und Geschäftsstellenleiter Thomas Prey (rechts) machen sich ein erstes Bilde von den Arbeiten.
von Richard BraunProfil

Seit Ende August graben sich die Baumaschinen der Firma Baumer aus Oberviechtach durch den Asphalt der Kreisstraße SAD 38 im Ortsbereich von Pischdorf. Auf einer Länge von 500 Meter wird die Straße erneuert. Derzeit verlegen die Bauarbeiter den Regenwasserkanal im Straßenbereich. Wenn die Witterung hält, soll der Kanalbau bis Wintereinbruch abgeschlossen sein und die Fahrbahn kann dann wieder eingeschränkt benutzt werden. Die endgültige Fertigstellung ist bis Juli 2022 geplant.

Im Baugebiet "Hütanger Nord" in Weidenthal sind die Baumaschinen der Firma Seebauer aus Schwarzhofen erst einige Tage zu Gange. Im ersten Schritt wurde der Humus im Bereich der künftigen Erschließungsstraße abgetragen. Doch ganz ohne Ärger ging es auch dieses Mal nicht. Ein anonymer Schreiber bezichtigte die Gemeinde, das Gelände nicht ordentlich nach Zauneidechsen abgesucht und diese nicht in Sicherheit gebracht zu haben. Die Anschuldigung führt zu weiteren Verzögerungen verbunden mit zusätzlichen Kosten für ein entsprechendes Gutachten. "Langsam platzt mir der Kragen", ärgerte sich Bürgermeister Hans Wilhelm über die unberechtigten Vorwürfe, die in regelmäßigen Abständen beim Landratsamt eingehen. Das neue Baugebiet findet bei Bauwilligen großen Zuspruch. Die ersten Notartermine sind bereits in der kommenden Woche terminiert.

Der Gemeinderat hatte nun die Aufgabe, die Straßennamen und die Hausnummern für das Baugebiet "Hütanger Nord" festzulegen. Der Straßenname "Weidenthal" soll für das gesamte Baugebiet beibehalten werden. Die Nummerierung der Gebäude beginnt mit der Hausnummer 47.

Die Gemeinde Guteneck ist Mitglied bei der ILE Brückenland Bayern-Böhmen und hat davon bereits mehrmals Förderungen erhalten. Bisher betrug der Mitgliedsbeitrag 1,20 Euro je Bürger und musste 2017 das letzte Mal abgeführt werden. Im Haushaltsentwurf 2021 der ILE ergibt sich ein voraussichtliches Defizit von 65 000 Euro, das die Mitgliedsgemeinden ausgleichen sollen. Für die Gemeinde Guteneck sind dies einmalig 2 780 Euro. Der Gemeinderat genehmigte die außerplanmäßige Ausgabe.

Die künftige Alarmierung der Feuerwehren im Gemeindegebiet stand ebenfalls auf der Tagesordnung. Die dafür notwendigen Informationen lieferte Martin Lottner, Kommandant der Feuerwehr Guteneck, in der Gemeinderatssitzung. Die digitale Alarmierung löst künftig die analoge Alarmierung im gesamten Landkreis ab. Dafür muss jeder Feuerwehrmann mit einem digitalen Meldeempfänger ausgestattet werden. Der Stückpreis liegt bei 800 Euro, wovon 200 von der Gemeindekasse zu tragen sind. Der digitale Meldeempfänger stößt bei den Feuerwehrmännern auf wenig Gegenliebe, da er ständig am Mann getragen werden muss und als hinderlich angesehen wird.

Die bessere Methode wäre laut Kommandant Lottner die Alarmierung über eine Handy-App, da ein Smartphone bereits jeder sowieso bei sich trägt. "Dies ist zwar nicht der offizielle Weg der Alarmierung, aber wesentlich praktikabler", so seine Argumentation. Die Alarmierung über die Sirenen wird auch künftig beibehalten. Die Kosten für die App belaufen sich auf jährlich 120 Euro je Feuerwehr. Diese sollten von der Gemeindekasse übernommen werden, so sein Antrag. Vor einer genauen Festlegung, will Bürgermeister Wilhelm erst Rücksprache mit den anderen Feuerwehren halten.

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