25.07.2019 - 14:10 Uhr
PilsenOberpfalz

Gutenecker kommt im Kreis Pilsen ums Leben

Für einen Monteur aus der Gemeinde Guteneck endet ein nächtlicher Wildunfall in Tschechien tödlich. Der Fahrer des ausgebrannten Lieferwagens kam mit einem Schock und leichteren Verletzungen davon.

Die Feuerwehren löschen das ausgebrannte Wrack. Der Beifahrer des Lieferwagens überlebte den Unfall in Tschechien nicht. Der Fahrer konnte sich ins Freie retten.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Ein Unfall mit Todesfolge ereignete sich am späten Montagabend im Kreis Pilsen. Wie Oberpfalz-Medien erst jetzt erfuhr, waren daran zwei Monteure einer Pfreimder Firma beteiligt. Die beiden jungen Männer (18 und 25 Jahre alt) waren um 23.15 Uhr auf der Straße 605 zwischen den beiden Dörfern Sulislav und Sytno – das liegt drei Kilometer südöstlich von Stríbro – unterwegs.

Wie dem Unfallbericht der Pilsener Polizei zu entnehmen ist, saß der 18-Jährige am Steuer des Iveco-Lieferwagens. Gegenüber den Polizisten gab er an, dass er einem Tier ausweichen wollte, um die Kollision zu vermeiden. Er riss das Lenkrad herum, worauf das Fahrzeug gegen einen Baum krachte. Durch den Aufprall wurde es noch gegen einen weiteren Baum katapultiert und ging in Flammen auf. Die verständigten Wehren aus den Stationen Kosutka und Stríbro sowie die Bezirksfeuerwehr rückten gegen 23.30 Uhr an. Die Feuerwehrleute trafen den Fahrer außerhalb des Fahrzeugs an. Er war verletzt und stand unter Schock. Der zweite Mann befand sich im Inneren des Unfallwracks. „Der Brand traf den Lieferwagen vollständig“, heißt es im Protokoll. Brandermittler und Krankenwagen wurden angefordert. „Wir haben vom Ereignisort einen jungen Mann (geboren im Jahre 2001) mit leichteren Verletzungen bei Bewusstsein in die Universitätsklinik Lochotin transportiert“, so die Notiz. Die Klinik liegt im rund 30 Kilometer entfernten Pilsen nahe der Altstadt. „Der andere Mann erlitt tödliche Verletzungen. Nach unseren Informationen waren beide Männer Deutsche“, endet der Bericht über den tragischen Wildunfall.

Der Austausch der Informationen erfolgte über das Gemeinsame Zentrum der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit, angesiedelt bei der Bundespolizei in Schwandorf. Hier schlug sofort ein Notruf auf, wie immer, wenn Deutsche beteiligt sind. Ausdrücklich weist Markus Leitl, Erster Polizeihauptkommissar, im Gespräch mit Oberpfalz-Medien darauf hin, dass weder Alkohol noch Drogen im Spiel waren. Die Angehörigen der beiden jungen Männer seien über das Konsulat verständigt worden.

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