19.08.2021 - 12:05 Uhr
Guttenberg bei KemnathOberpfalz

Jagdgenossenschaft Guttenberg honoriert Rehkitzrettung

Bei der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossen in Guttenberg wurde beschlossen, ein Teil Jagdpachtschillings für die Honorierung der Rehkitzrettung zu verwenden, die Jäger Herbert Tretter mit seinem Team durchführte.
von Christa VoglProfil

Jagdvorsteher Hans Reindl begrüßte in der Jahreshauptversammlung elf Jagdgenossen. Das vergangene Jagdjahr war ruhig. Der Weg zwischen Schweißenreuth und Hahneneggaten wurde mit einem Kostenaufwand von knapp 1400 Euro instand gesetzt. Dass diese Maßnahme gelungen sei, zeige dass der Weg den Starkregen und Unwetter unbeschadet überstanden hat.

In Teilabschnitten der Lohe, im Erl und Lettenmühle Richtung B22 wurden die Gräben geputzt. Weiterhin wies der Jagdvorsteher darauf hin, dass im Steinbruch in Guttenberg Material zur Ausbesserung von Forstwegen bereit stehe und jederzeit abgeholt werden könne. Der Abschussplan blieb im vergangenen Jahr gleich. Die Pflanzaktion von Obstbäumen des Jagdverbandes fiel wegen der Trockenheit aus. Für heuer läuft die Anfrage beim Hegering. Für 2021 sind folgende Wege zum Herrichten gemeldet worden: der Weg vom Grünschusterhof Richtung Falzenbach, der Weg Richtung Ascha und der Feldweg in Schweißenreuth zur Hut.

Aktuell wurden noch keine Gräben zum Putzen gemeldet. Dies sei jedoch noch möglich. Im Wegebauprojekt der Steinwald-Allianz laufen die Planungen für den Ausbau des Weges von der B22 über Tiefenbach nach Bingarten. Als weitere Neuerung konnte Reindl vom Zuschussprogramm der Stadt Kemnath für Jagdgenossenschaften berichten. So erhält ab 2021 jede Jagdgenossenschaft 4 Euro pro Hektar für nachhaltige Maßnahmen wie Wegebau, Anschaffungen von Geräten und Materialien. Der Verwendungsnachweis ist bis Juni des Folgejahres an die Stadt zu erbringen. Zudem konnte Reindl noch vom Vollzug der Kündigung beim Bayerischen Bauernverband berichten, der in der vergangenen Jahreshauptversammlung beschlossen worden war. Kassier Michael Schatz trug den Kassenbericht vor. Kassenprüfer Thomas Schraml bescheinigte ihm eine übersichtliche und saubere Kassenführung. Schraml nahm ebenfalls die Entlastung des Vorstands vor, die einstimmig beschlossen wurde.

Für die Verwendung des Jagdpachtschillings schlug der Vorstand vor, dass 4000 Euro für den Wegebau zurückgelegt werden sollen und Jäger Herbert Tretter eine Spende von 100 Euro für seine erfolgreich durchgeführten Kitzrettungen erhalten soll. Diesen Vorschlag nahmen alle Anwesenden an.

Beim Punkt "Wünsche und Anträge" erteilte Reindl Jagdpächter Rainer Bayer das Wort. Zu den Abschusszahlen konnte er berichten, dass 15 Stück Rehwild (exakt die Zahl aus dem Abschussplan), 14 Stück Schwarzwild und 4 Füchse erlegt wurden. Derzeit sei es sehr ruhig mit dem Schwarzwild. Es wurde eine Drückjagd um ein Maisfeld in Schweißenreuth durchgeführt, bei der 2 Schwarzkittel erlegt werden konnten.

Die Kitzrettung funktionierte laut Bayer mustergültig. Mithilfe einer Drohne konnten viele Kitze vor dem sicheren Mähtod bewahrt werden. Einen großen Dank richtete Bayer an das Team der Kitzrettung von Jäger Herbert Tretter sowie an die Landwirte, die teilweise selbstständig die Drohnenflüge mit organisierten. Er begrüßte es, dass die Jagdgenossenschaft die Drohnenflüge mit einer kleinen Spende honoriert.

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