16.01.2019 - 18:02 Uhr
Haag bei UrsensollenOberpfalz

Ein Heimat-Rätsel ist gelöst, ein anderes nicht

Über die Redaktion hatte Ursensollens Heimatpfleger Josef Schmaußer versucht, mehr über ein altes Bild herauszufinden. Inzwischen weiß er: Der Führer des Pferdefuhrwerkes auf dem Foto, aufgenommen im Januar 1960, war Leo Singer aus Zant.

Ausschnitt aus einem alten Foto, zu dem Josef Schmaußer Informationen erhofft hatte. Jetzt hat er sie: Der Führer des Pferdefuhrwerks war Leo Singer aus Zant.
von Josef SchmaußerProfil
Im Nachlass eines verstorbenen Amberger Heimatfreundes hat Heimatpfleger Josef Schmaußer dieses Bild gefunden: Es zeigt das ehemalige Kriegerdenkmal von Haag.

Irmgard Scharl aus Umelsdorf, eine geborene Koller aus Zant, konnte Schmaußer weiterhelfen. Das Anwesen Singer gibt es inzwischen nicht mehr. Es stand zwischen den Anwesen Karl Burger und der inzwischen ebenfalls aufgelassenen Hofstelle Lehmeier. Hier etwa entstand der Neubau von Bettina und Christian Lasser.

Die alte Aufnahme stammt aus einem Nachlass eines verstorbenen Amberger Heimatfreundes. Darin fand Schmaußer noch ein weiteres "sehr interessantes Bild", wie er mitteilt. Es zeigt das ehemalige Kriegerdenkmal von Haag. Drei Namen fanden sich auf der Tafel für drei im Ersten Weltkrieg Gefallene aus Haag und Oberleinsiedl: Der des Wirtssohns Johann Kleindienst aus Haag (gefallen am 18. Juni 1916), der von Konrad Lindner aus Haag (gefallen 22. Juni 1915), sowie der von Josef Kleindienst aus Oberleinsiedl (gefallen am 28. April 1917). Das einfache Kriegerdenkmal war aus Feldsteinen errichtet. Beim Neubau des jetzigen Wirtshauses von Anni und Willi Donhauser musste das Ehrenmal um 1970 weichen.

"Warum die weiteren fünf Gefallenen des Ersten Weltkriegs aus der ehemaligen Gemeinde Haag - Lehmeier Johann, Niebler Leonhard, Stiegler Georg, Stöcklmeier Johann ( alle Oberleinsiedl) und Rubenbauer Karl (Rückertshof) - auf der Tafel nicht aufgeführt sind, lässt sich heute nicht mehr feststellen", merkt Schmaußer zu diesem Bild noch an.

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