20.02.2019 - 15:25 Uhr
HahnbachOberpfalz

44-Jähriger verletzt seine "Ex" und geht auf Polizei los

Zuerst ging er auf seine "Ex" los, dann auf die Polizei. Es war nicht das erste Mal, dass ein 44-Jähriger durch Gewalttaten mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist. Diesmal war der Tatort Hahnbach.

Im Streit hat ein 44-Jähriger in Hahnbach seine Ex-Lebensgefährtin verletzt. Es war nicht das erste Mal, dass er durch Gewalttaten aufgefallen ist.
von Heike Unger Kontakt Profil

In einer Wohnung im Ortskern des Marktes war der Mann, der seinen offiziellen Wohnsitz in Oberfranken hat, am Dienstagnachmittag mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin (40) in Streit geraten. "Dabei war auch körperliche Gewalt im Spiel", teilt Michael Kernebeck, der Leiter der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg, mit. Die Attacken waren nicht nur gegen die Frau gerichtet. "Bei dem folgenden Polizeieinsatz ging der Aggressor auch die Polizeibeamten an."

Gegen 15.50 Uhr war die Frau bereits vor den Angriffen des Mannes in die Wohnung eines Nachbarn geflüchtet. Von dort ließ sie die Sulzbacher Polizei verständigen. Als die wenig später da war, trafen die Beamten die 40-Jährige zunächst nicht an: Die Frau war bei der Auseinandersetzung leicht verletzt worden und hatte deshalb eine nahe gelegene Arztpraxis aufgesucht.

In dem Mehrparteienhaus trafen die Beamten statt der Frau auf den 44-Jährigen. Der sollte zunächst des Hauses beziehungsweise des Grundstücks verwiesen werden. Entsprechende Aufforderungen der Polizisten ignorierte er aber. Deshalb mussten die Beamten bei dem "erkennbar alkoholisierten Probanden" Zwang anwenden. Auch das ging nicht ohne Widerstand: Der aggressive Mann beleidigte die Polizisten und widersetzte sich auch körperlich.

"Um ihn ruhigzustellen, mussten dem 44-Jährigen schließlich Handfesseln angelegt werden", berichtet Kernebeck. "Sowohl der Aggressor als auch die Beamten blieben bei diesem Einsatz körperlich unverletzt", bilanziert er. Die beleidigenden Verbalattacken gegenüber der Polizei allerdings setzte der Mann selbst in Gewahrsam noch fort. In die weitere Bearbeitung dieses Falles wurde auch die Staatsanwaltschaft Amberg eingebunden. "Auf deren Antrag hin ordnete ein Bereitschaftsrichter des Amtsgerichts Schwandorf die Entnahme einer Blutprobe beim Beschuldigten an", heißt es im Polizeibericht. Nach einer persönlichen Anhörung des 44-Jährigen entschied der Richter, dass dieser bis zur Ausnüchterung in Polizeiarrest bleiben musste.

Nach dem Polizeieinsatz stellte sich noch heraus, dass in dem Haus, in dem sich die Szene abgespielt hatte, das Türblatt der Wohnungstür des hilfsbereiten Nachbarn "nicht unerheblichen Schaden" davongetragen hatte. Offenbar habe der 44-Jährige seine Ex in der Nachbars-Wohnung vermutet und habe ihr dorthin folgen wollen, bevor die Polizei eintraf, schreibt Kernebeck.

Den 44-Jährigen erwarte nun wieder einmal ein Strafverfahren. "Bereits in der Vergangenheit war er wegen ähnlich gelagerter Vorfälle mit dem Gesetz in Konflikt gekommen", teilt der PI-Chef abschließend mit.

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