24.05.2019 - 17:50 Uhr
HahnbachOberpfalz

AOVE: Es gibt noch viel zu tun

Ein Mitfahrerbankerl wäre schön. Aber auch ein AOVE-Label, etwa für Säfte von Streuobstwiesen, und ökologischer Tourismus gehören zu den Wünschen: Sie waren Thema einer Perspektivenkonferenz in Poppenricht.

Viel Zeit und Mühe hatten fast 70 aktive Teilnehmer bei den AOVE-Projekten in die Evaluierung investiert. Sehr detailliert wurde bereits Erreichtes, aber auch noch Gewünschtes aufgelistet und auch bewertet.
von Autor MMAProfil

Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft obere Vils-Ehenbachtal (AOVE) moderierten Sabine Hafner und Elisabeth Appel-Kammer aus Bayreuth eine Bilanz- und Perspektivenkonferenz im Rathaus in Poppenricht. Über 70 aktive Teilnehmer aus allen Bereichen der AOVE waren gekommen, nicht nur, um einen Blick auf die Vergangenheit der fast 23 Jahre AOVE zu werfen, sondern gerade auch, um Ideen und Entwürfe für die Zukunft zu entwickeln. Die Bürgermeister Roger Hofmann (Poppenricht) und Bernhard Lindner (Hahnbach) begrüßten im Namen der neun Kommunen. Den Lebensbereich der 36 000 Einwohner wolle man in vielen Handlungsfeldern weiterhin erfolgreich und ganzheitlich voranbringen, betonten sie. Dazu nehme man nun eine Evaluierung von ILEK (Integriertes ländliches Entwicklungs-Konzept) vor.

Das Leitbild "Vom Standort zum nachhaltigen Bewegungsraum" bewertete man zuerst mit "einem Blick zurück". In sieben Gruppen wurde über 30 Minuten eifrig diskutiert. Mit Punkten trugen alle ihre Einschätzung der bislang erreichten Ziele in mehreren Bereichen ein. Nach einer Brotzeit traf man sich wieder im großen Sitzungsaal, um am "Blick nach vorne" zu arbeiten.

Ideen, Schwerpunkte, konkrete Vorschläge, aber auch Träume sollten präzisiert werden, um dann alles Erarbeitete im Plenum vorzustellen. Hier zeigte sich, dass meist ein "mittlerer Bereich" bei verschiedenen Zufriedenheiten erreicht wurde, man sich aber generell mehr Zusammenarbeit wünscht. Dies betrifft nicht nur einzelne Themenbereiche, sondern soll auch Handlungsfelder-übergreifend geschehen. Schulen und Hochschulen zur motivierenden Fortbildung und Information einzubeziehen, war ebenso ein Anliegen vieler. Vernetzung und Bündelung der Aktivitäten sowie eine generelle Zusammenarbeit in allen Bereichen fanden sich ebenso auf manchen Wunschzetteln.

Drei Stunden hatten sich die Damen von der Klimakom, der Kommunalberatung für Regionalentwicklung, für die Evaluation Zeit genommen, um am Ende festzustellen: "Es gibt viel zu tun." Ein großes Lob ging an alle, die schon "sehr viel geleistet" hatten, besonders an Waltraud Lobenhofer und ihr Team.

Engagiert wurde in Poppenricht diskutiert und immer wieder evaluiert.
Im Blickpunkt:

Auf der Wunschliste

Immer wieder wurden der Schwerpunkt Umweltschutz, naturnahe Landwirtschaft und erneuerbare Energien anvisiert. Dabei war die Rede von einem eigenen AOVE-Label, sei es für Säfte von Streuobstwiesen oder landwirtschaftliche Produkte und deren Vermarktung. Bei der ländlichen Entwicklung sollte mehr Wert auf die Innen- und Außenentwicklung, also mehr auf Ortskerne und deren Leerstände mit manch „maroder Gastwirtschaft“ gelegt werden. Aber auch ein ökologischer Tourismus wurde gewünscht.

Viel Lob erfuhr die „super funktionierende Altenbetreuung“. Für Senioren wünschte man sich dennoch mehr Angebote an Mobilität, zum Beispiel ein Mitfahrbankerl, bessere medizinische Versorgung und alternative Wohnungen.

Für junge Familien hätte man gerne mehr Angebote, nicht nur in den Ferien, mit Spiel, Spaß und einem Lerneffekt.

Der Ausbau von Radwegen, nicht nur entlang der stark befahrenen Hauptstraßen, war ein weiterer Wunsch.

Ein Sensibilisieren für den Schutz von Grundwasser, Fauna und Flora sowie gegen Flächenverbrauch ist einAnliegen.

Weitere Wünsche: Breitbandverkabelung, Bürgerbeteiligung bei erneuerbaren Energien und Solarcarports.

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