Für den Hahnbacher Pfarrer Michael Birner ist das diesjährige Frohnbergfest das erste in seinem neuen Wirkungskreis der Pfarreiengemeinschaft Hahnbach-Gebenbach-Ursulapoppenricht. Ganz bewusst habe er als Motto für die Wallfahrtswoche "Pilger der Hoffnung", das Thema des weltweiten kirchlichen Jubiläumsjahres 2025 gewählt. Auch zu dessen Zusatz "Spes non confundit", übersetzt "die Hoffnung täuscht nicht", bekennt sich Pfarrer Birner.
Er sieht sich auch als Marienverehrer und so lautet passend die große zweite Überschrift "an der Hand Mariens". "Geführt Hoffnung schöpfen", so der Seelsorger, täte sicher allen gut, gerade in der derzeitigen Weltlage. Ganz bewusst habe er deshalb die verschiedenen Predigtthemen ausgewählt, die zu einem guten Teil auf Aussagen des verstorbenen Papst Franziskus fußen.
23 zu haltende Predigten
Regelmäßiges Bindeglied soll das Lied "Licht des Lebens", die Heilig-Jahr-Hymne, sein, das auf Blättern verteilt und von den Chören eingeübt wurde. Auf dessen Rückseite kann man zudem das lange, erste Nicänische Glaubensbekenntnis finden, dessen 1700-Jahr-Jubiläum mitgefeiert wird.
Als im vergangenen Frühjahr sein Vorgänger Dr. Christian Schulz ihn auf den Frohnberg mitnahm, sei er "ganz schön erstaunt" gewesen, so Birner. Denn er habe zwar mit einer Marienwallfahrt, aber nicht mit einem achttägigen Bergfest mit 23 zu haltenden Predigten gerechnet. Doch er sei "mehr als erleichtert" gewesen, dass sofort alle angefragten priesterlichen Mitbrüder ihm spontan zugesagt hatten, "liebend gern" als Prediger auf den Frohnberg zu kommen.
Ungezählte Ehrenamtliche
Auch wunderbar und höchst respektabel sei, so Birner, dass ungezählte Ehrenamtliche von den Reinigungskräften, der Kirchenverwaltung, dem Pfarrgemeinderat, den Mesnerinnen, Lektoren, Kommunionhelfern, Musikern, Ministranten, Bauhof und Feuerwehr und manche Hilfe mehr "treu und ungefragt" auf dem Berg zupacken, wo sie gebraucht werden.
Auch die Arbeit des Katholischen Deutschen Frauenbundes weiß Birner sehr zu schätzen. Dieses Jahr werden sie nicht nur die Kreuzwegstationen schmücken, sondern auch einen über zwei Meter hohen Kräuterbaum für den Freialtar erstellen. Eine "Auferstehung" soll dieses Jahr auch der Jugendgottesdienst erleben. Am Vorabend des Hauptfestes wird Daniel Fenk, gebürtiger Hahnbacher und derzeitiger Stadtpfarrer in Grafenwöhr, dabei predigen. Die Band "1-Way" begleitet den Gottesdienst.
Altarbild strahlt Hoffnung aus
"Ich hab' den Frohnberg und seine Kirche sofort ins Herz geschlossen", erklärt der Pfarrer. Er mag die schöne Kirche, das Gnadenbild und die Hoffnung, welche das große Altarbild ausstrahle. Erst vor kurzem habe ihn eine ältere Dame darauf hingewiesen, dass eines der Votivbilder auf eine echte Heilung eines ihrer Verwandten verweise. "Ja, Wunder gibt es tatsächlich immer wieder", ist er sich sicher, denn gerade an solchen Begegnungs- und Auftankorten könnten auch "manche unsichtbaren inneren Heilungen" geschehen.
Von Hahnbachern habe er auch erfahren, dass man sich mittlerweile eher am Bergfest treffe als an Weihnachten, schmunzelt er. Auch würden viele ihren Urlaub danach planen. Bei ihm hätten sich auch schon manch liebe Freunde angemeldet, "die man das ganze Jahr nicht sieht". "Ich jedenfalls freue mich schon richtig auf die Frohnbergfestwoche", versichert Pfarrer Birner und setzt hinzu "und ich wünsche mir, dass alle Besucher mit neuer Hoffnung im Herzen vom Berg hinunter und zurück in den Alltag gehen!".















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