07.03.2019 - 11:21 Uhr
HahnbachOberpfalz

Hahnbacher CSU-Gemeinderatsfraktion auf Baustellenbesichtigung an der Vils

Auf der Gockelwiese in Hahnbach geht das Projekt „VilsErleben“ auf die Zielgerade. Gleichzeitig läuft die Planung des Wasserwirtschaftsamts Weiden für die Renaturierung der Vils im Ortsbereich von Hahnbach an.

Bürgermeister Bernhard Lindner (Dritter von rechts) erläutert den CSU-Gemeinderäten anhand der Planungsunterlagen den Stand der Arbeiten auf der Gockelwiese.
von Josef IbererProfil

Die CSU-Fraktion des Marktgemeinderates machte sich nun ein Bild vom Stand der Arbeiten. „Aus der ursprünglichen Idee, Sitztreppen am Vilsufer zu errichten, ist ein richtiges Gesamtkonzept entstanden“, blickte Bürgermeister Bernhard Lindner auf die Anfänge zurück.

Der Marktgemeinderat entwickelte ein Maßnahmenpaket unter Einbeziehung der Gockelwiese. Bereits 2014 wurde auf dieser Grundlage ein Startprojekt in die Lokale Entwicklungsstrategie der LAG Regionalentwicklung Amberg-Sulzbach eingebracht und als Fördermaßnahme berücksichtigt. Aus Leader-Mitteln erhält die Marktgemeinde bei einer Förderquote von 60 Prozent immerhin knapp 170 000 Euro für VilsErleben.

Das Geld wird für Wege, Parkplätze, einen großen Wasserspielplatz mit vielen Kletterelementen für Kinder sowie ein Unterstellhäuschen mit Mehrgenerationenspielgeräten und Aufenthaltsbereichen mit Sitzbänken und Grillplatz verwendet. Auch eine Ladestation für E-Bikes soll eingerichtet werden. Außerdem wird am Vilsufer eine bootähnliche Plattform als Aussichtskanzel errichtet. Am Bug des Bootes wird als kleine Attraktion eine Wasserkanone installiert, mit der die Kinder in die Vils spritzen können. Eine Blumenwiese sowie Bäume und Sträucher rundet die Maßnahme auch ökologisch ab.

Insgesamt könne diese Maßnahme am Schnittpunkt zahlreicher regionaler und überregionaler Rad- und Wanderwege die Aufenthaltsqualität für Besucher und Einheimische wesentlich verbessern, war sich die CSU-Fraktion einig. Erhalten werden soll eine Freifläche für das jährliche Johannisfeuer und für Vereinsveranstaltungen.

Die Planungen des Wasserwirtschaftsamts Weiden für die Vils waren bei der vergangenen Sitzung des Marktgemeinderats vorgestellt worden und auf großes Wohlwollen gestoßen. Der Freistaat Bayern wird auf einer Länge von etwa 1,8 Kilometern den Fluss aus seinem monotonen Bett befreien. Ein mäandrierender Verlauf sowie auch eine Insel im Fluss sollen die gewohnte Optik komplett verändern. Ziel ist auch, die Fließgeschwindigkeit zu erhöhen, um damit der voranschreitenden Verlandung der Vils entgegenzutreten. Mit der Neugestaltung der Anlegestelle für die Zille und für Kanus im Hahnbacher Hafen sollen wesentliche Verbesserungen einhergehen.

„Für uns ist wichtig, dass sich die Hochwassersituation am Ort nicht verändert“, betonte Zweiter Bürgermeister Georg Götz. Im Zuge der Umbaumaßnahme werden auf beiden Seiten der Vils auch Begleitwege angelegt. Die dienen zunächst der Abwicklung der Baumaßnahme, gehen dann in den Unterhalt des Marktes Hahnbach über und können als Verbindungswege zwischen den beiden Hahnbacher Stegen im Norden und im Süden des Ortes auf Dauer genutzt werden. „Damit entsteht zwischen dem Mühlsteg und dem Austeg eine rund zwei Kilometer lange Vilspromenade“, erklärte der Bürgermeister. Den Flussum- und den Wegebau trägt der Freistaat zu 100 Prozent, die Kosten dafür werden auf über eine Million Euro geschätzt.

Vorstellbar wäre aus Sicht der CSU-Fraktion auch, diesen Rundweg mit Aufenthaltsbereichen, Sitzbänken und Fitness-Stationen aufzuwerten sowie die Beleuchtungssituation an den neuralgischen Stellen zu überprüfen. Bei der Planung sollte das Wasserwirtschaftsamt auch die Basis für eine barrierefreie Nutzung des Mühlstegs schaffen, damit diese Anforderung bei der notwendigen Sanierung des Stegs einfließen kann. Allerdings ist Geduld gefragt, da der Flussumbau erst nach einem Planfeststellungsverfahren vermutlich in den Jahren 2021/22 erfolgen kann. Nach der Fertigstellung im Jahr 2023 werde sich den Hahnbachern eine komplett veränderte Vils präsentieren, zeigten sich die Fraktionsmitglieder überzeugt.

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