21.11.2019 - 11:59 Uhr
HahnbachOberpfalz

Über 100 Mitwirkende beim Hahnbacher Heimatabend

"Schej wors, lustich wors", fasste Georg Götz, Vorsitzender des Hahnbacher Kulturausschusses den Heimatabend zusammen. Dank der über 100 bestgelaunten Mitwirkenden genoss man rundum gelungenen Stunden im voll besetzten Rittersaal.

Die Süßer Schuhplattler mussten sich vor ihrem schweißtreibenden Auftritt unbedingt stärken.
von Autor MMAProfil

Mit einer Adaption des Zwiefachen "Täterä Hahnbach" von Christof Weiß eröffnete unter der Leitung von Matthias Fenk schwungvoll der zwölfköpfige "Blechhaffa" der Hahnbacher Marktbläser. Im Namen aller Vereine gratulierte Georg Götz mit Heimatpflegerin Marianne Moosburger Ortspfarrer Christian Schulz zum 50. Geburtstag. Dieser moderierte perfekt und mit viel hintergründigem Humor den Abend.

Georg Wagner machte seinem Ruf als Heimatdichter alle Ehre. Der als "Sandreng Schore" bekannte Mimbacher trug gut Beobachtetes und Schlitzohriges aus seinem Buch "Is wöis moch" und manch neue "Entdeckung" vor. Gut kamen auch Beiträge von Marianne Moosburger an, die mit manchen Sprüchen und Wissenstests zu Dialektwörtern aufwartete.

In einem abwechslungsreichen Reigen genoss man den Gemischten Chor und die Hahnbacher Sänger unter Andreas Hubmann, mal a capella, mal mit Klavier- oder Gitarrenbegleitung. Das große Spektrum reichte von alten Volksliedern, wie dem "Jäger aus Kurpfalz", "Wenn alle Brünnlein fließen" bis hin zum modernen sehnsüchtigem "Weit, weit weg" von Hubert von Goisern. Urkomisch waren besonders die mit ganzem Einsatz von "echten Männerkörpern" vorgetragenen Weisen "Vom Schneider", "In jedem Mann steckt ein Stück Hefe" oder die "Schweinepolka", welche nicht wenige zu Lachtränen rührten.

Der Männergesangsverein unter Jana Müller versicherte überzeugend mit sichtbarer Inbrunst "Es muss ein Sonntag gewesen sein, als Hahnbach entstanden ist". Und wie Pfarrer Schulz mutmaßte "im dritten Frühling" wurde überzeugend schmachtend und mit einigen glänzenden Augen "La Morettina" vorgetragen. "Der Hahn von Onkel Giacometo" brachte bald aber schon die "Ernüchterung", dass "ein jeder Gockel ersetzbar" ist. Der passende Rat "Mensch, ärgere dich nicht!" und als Zugabe der "Bajazzo" rundete gut den Auftritt der 28 jung gebliebenen Herren ab.

Einen in jeder Hinsicht "starken Auftritt" lieferten die fünf Süßer Schuhplattler. Mit dem "Watschn Plattler" und den "Holzhackerbuam" strapazierten sie schweißtreibend Lederhosen, Körper, Gesäß- und Lachmuskeln. Mit seinem Akkordeon begleitete Thomas Fenk diese und auch die fünf Paare aus dem Burschenverein und der Mädchengruppe. Deren Sternpolka zeigte ein harmonisches, eingespieltes Team und ließ wohl manche im Saal wieder von unbeschwerter Jugendzeit träumen.

Der Schlussdank des HKA-Vorsitzenden galt auch dem KBV fürs Tapezieren der Bühne und seinem bewährten Team und besonders Hildegard Gallitzendörfer für die Dekorationen. Mit dem Brautmarsch und weiteren Zugaben verabschiedete der Blechhaffa die mehr als zufriedenen Gäste.

Musikalisch brillant war der Blechaffa der Hahnbacher Marktbläser.
Die Hahnbacher Sänger waren mit ihren Auftritten nicht zu toppen.
Der Männergesangsverein unter Jana Müller versprühte viel Elan und Humor.
MG und KBV zeigten viel Freude bei ihrem gelungene Auftritt.
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