50 Jahre gibt es die Haselmühler Siedler jetzt. Bei der Jahreshauptversammlung konnte Vorsitzender Heinrich Schäfer noch ein Mitglied der "ganz alten Garde" beglückwünschen: Josef Meier. Er ist 50 Jahre dabei und hat die Anfänge noch genau in Erinnerung, als Josef Hekele die Gemeinschaft Haselmühl im Bayerischen Siedlerbund gründete und als "Interessenvertretung des kleinen Mannes" bezeichnete. Kreisvorsitzender war seinerzeit der Amberger Kurt Tschirne.
"Die Zeiten haben sich geändert", sagte Heinrich Schäfer bei der Jubiläumsfeier, "aber die Notwendigkeit einer Interessengemeinschaft von Häuslebauern besteht nach wie vor." Geändert habe sich auch der Name von "Kampfgemeinschaft Siedler" in "Verband Wohneigentum". Gleichwohl "kämpfen wir für die Belange der Siedler", bekundete Schäfer, "um uns Gehör zu verschaffen und uns durchzusetzen".
Rückblick 50 Jahre Siedler
An der Aufgabenstellung habe sich nichts geändert, sagte der Vorsitzende in seinem Jubiläums-Rückblick, sehr wohl aber an der Altersstruktur der Mitglieder. Von den aktuell 213 Mitgliedern, die der Verband Wohneigentum in Haselmühl zählt, seien 79 Prozent zwischen 50 und 80 Jahre alt. Doch das sei wohl ein grundsätzliches Problem der meisten Siedler-Gemeinschaften.
Neben der Jubiläumsfeier standen bei der Jahreshauptversammlung auch Neuwahlen an. Bei der Verteilung der Posten standen die Kandidaten nicht Schlange. Doch der alte und neue Vorsitzende, Heinrich Schäfer, kann wieder auf die bewährten Stützen zurückgreifen. Er streifte in seinem Bericht die Siedlerbelange im kommunalen und übergeordneten Bereich. Er sprach auch über die bauliche Entwicklung in der Gemeinde und das Engagement in Sachen Westumfahrung. "Dass hier zufriedenstellende Lösungen nicht wohlfeil sind, sollte uns nicht davon abhalten, auf Verbesserungen zu drängen", appellierte Schäfer. In der Ansprache über die Handlungsfelder der Siedler fielen auch die Stichworte "Strabs", "Neuregelung Grundsteuer" und "Schutz der Artenvielfalt".
Außerdem bemängelte der Vorsitzende, noch zu wenig im Internet vertreten zu sein. Darüber hinaus müsse es gelingen, die nächste Generation in die Verantwortung zu bringen. Die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde hob Schäfer hervor: "Der oft geschmähten Gemeindeverwaltung unter Führung von Bürgermeister Roland Strehl danke ich für eine angenehme Zusammenarbeit."
Gute Zusammenarbeit
Diese Steilvorlage nahm Strehl gerne auf, er bestätigte im Gegenzug Heinrich Schäfer "schon immer großes Interesse an der Gemeinde" und hob dessen Engagement in Sachen Zukunft-ISEK hervor. "Wo bewegen wir uns in den nächsten 30, 40 Jahren hin?", fragte der Bürgermeister wobei die Säulen Dorfplatz Kümmersbruck, Seniorenwohnpark, Ortsdurchfahrt Haselmühl und Schloßplatz eine wichtige Rolle spielen werden. Die Westumgehung wird immer wieder Thema sein, sagte Strehl voraus.
Auch die kommunale Klimabeauftragte Veronika Frenzel stellte bei der Jahreshauptversammlung sich und ihre Ziele vor und richtete den Appell an die Versammlungsteilnehmer, in Sachen Klimawandel das Bewusstsein zu verändern und nachhaltiger zu denken. Kreisvorsitzender Reinhard Ott berichtete vom Bezirksverbandstag, erinnerte an den anstehenden Landesverbandstag und teilte mit, dass eine Digitalisierung des Bezirks geplant sei. Möglicherweise werde deshalb eine moderate Beitragserhöhung notwendig. Er stellte die zwei Modelle der geplanten Grundsteuer vor.
Neuwahlen
1. Vorsitzender: Heinrich Schäfer
2. Vorsitzender: Helmut Bauer
Schriftführerin: Irene Kugler
Schatzmeister: Werner Geiger
Beisitzer: Erwin Kugler, Helmut Feuchtwurzer
Revisoren: Gertraud Haas, Helmut Hergl
Mitgliederehrungen
20 Jahre: Johann Beck, Wolfgang Bichlmeier, Thomas Böhm, Sieglinde Graf, Irene Kugler, Marianne Sperlich, Gabriele Wiehrl
30 Jahre: Werner Geiger, Gertraud Haas
40 Jahre: Alois Kölbl, Jürgen Zoll
50 Jahre: Josef Meier, Günther Kinskofer









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