Hausen bei Ursensollen
06.06.2018 - 14:18 Uhr

Hier sind Träume erlaubt

Seit 2008 gibt es die Sternwallfahrt zur Kirche St. Josef in Zant. Sie löst die Marienwallfahrt mit Lichterprozession ab.

Pfarrer Klaus Birnthaler (Zweiter von links) zelebriert zusammen mit Pfarrer Joseph Madathiparampil 
(Zweiter von rechts) und Diakon Hans-Dieter Göring und den Gottesdienst im Freien exb
Pfarrer Klaus Birnthaler (Zweiter von links) zelebriert zusammen mit Pfarrer Joseph Madathiparampil (Zweiter von rechts) und Diakon Hans-Dieter Göring und den Gottesdienst im Freien

(exb) Die Ursensollener Wallfahrer, die durch Winkl zogen und an der dortigen Kapelle inne hielten, trafen am Fuße des Schlossberges auf die Wallfahrer aus Hausen. Die Gruppen aus Hohenkemnath und Häuslöd stießen hinzu. Zusammen mit vielen Auswärtigen sowie den Vereinen und ihren Fahnenabordnungen gingen die Wallfahrer den Schlossberg in Zant hinauf. Die Teilnehmer freuten sich, dass sie beim Durchschreiten der Ortschaften von den Glockenklängen der jeweiligen Kapelle begleitet wurden.

Das Wetter war gut. Die Sonne leuchtete durch das frische Grün der Bäume, und das Gezwitscher der Vögel bildete die Hintergrundmusik. Sehr angenehm war es für die Wallfahrer, unter den Bäumen am Fuße der schmucken Wallfahrtskirche St. Josef in Zant zu sitzen. Pilgerführer Rudi Gehr hatte zusammen mit Gitta Edenharter, Johann Schmaußer, Werner Simon, Erich Fleischmann, der Familie Trejbal und vielen weiteren Helfern diese Sternwallfahrt organisiert.

Pfarrer Klaus Birnthaler zelebrierte zusammen mit Diakon Hans-Dieter Göring und Pfarrer Joseph Madathiparampil den feierlichen Gottesdienst im Freien. Musikalisch gestaltete die Messe die Gruppe Profeel mit ihrer Organistin Josefa Rauch. In seiner Predigt knüpfte Pfarrer Birnthaler an den Regenbogen an, der mit seinen schimmernden Farben Himmel und Erde verbinde - "ein Traum, der zum Dreifaltigkeitssonntag gut passt, denn hier sind Träume erlaubt". Der Regenbogen sei nur zu sehen, wenn die Sonne aus der richtigen Richtung scheine. "Auch wir Menschen sehen Gott nur klar, wenn wir ihn aus einem bestimmten Blickwinkel sehen. Auch wenn die Welt manchmal grau in grau ist - Menschen in Not sehen dann Gott aus einem anderen Blickwinkel", sagte der Prediger.

Zum Schluss stellte Pfarrer Birnthaler fest, dass Machtworte verletzen, aber auch stärken könnten. "Sehen wir den Segen als Stärkung", appellierte er. Das schöne Wetter lud ein, sitzen zu bleiben zu einer Wallfahrerbrotzeit. Viele Pilger gingen dann den gleichen Weg wieder zurück nach Hause.

Die Gruppe Profeel (links) und die Fahnenabordnungen (vorne) umrahmen den Gottesdienst. exb
Die Gruppe Profeel (links) und die Fahnenabordnungen (vorne) umrahmen den Gottesdienst.
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