Hermannsreuth bei Bärnau
29.07.2019 - 15:41 Uhr

„Schätzchen“ schätzen lassen

Für Magdalena Keilhauer war es ein Erfolg, Antiquitätenhändler Peter Rothballer fand es sehr unterhaltsam: In der „Windschnurrn“ wurde der Wert von Antiquitäten geschätzt.

Peter Rothballer und seine Frau Kathrin nahmen sich viel Zeit, die Antiquitäten vor Ort in der Kulturscheune "Windschnurrn" zu schätzen. Bild: ubb
Peter Rothballer und seine Frau Kathrin nahmen sich viel Zeit, die Antiquitäten vor Ort in der Kulturscheune "Windschnurrn" zu schätzen.

Magdalena Keilhauer war mit ihrer Veranstaltung sehr zufrieden und auch ein bisschen stolz. Sie lud diesmal zum Antiquitäten-Schätzen in die „Windschnurrn“ ein. Dafür holte sich Keilhauer mit Peter Rothballer aus Weiden einen renommierten Fachmann ins Haus. Rothballer übernahm das Schätzen, während die Gäste ihr Schätze begutachten lassen konnten.

Bereits eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung trafen die ersten Interessenten mit ihren Schätzen und Schätzchen aus Großmutters Zeiten in der „Windschnurrn“ ein. Bald war es in der Kulturscheune so voll, dass Nummern ausgegeben werden mussten, damit jeder der Reihe nach dran kam. Etwa 30 Besucher standen mit gut 20 Gegenständen an. Peter Rothballer schätzte den Wert der Stücke.

Kunst und Porzellan

Mitgebracht wurde alles mögliche: Vom Bild über Porzellan und alten Krügen bis hin zu einem Puppenwagen aus Vorkriegszeiten. Sogar eine Glasvitrine mit einer Marienfigur hatte ein Interessent dabei. Der nächste kam mit einem Vorderlader. Viele Besucher präsentierten alte Bücher oder religiöse Gegenstände.

Peter Rothballer und seine Frau Kathrin gingen sehr fachkundig, gründlich und souverän ans Werk. Bei Rothballer im Weidener Antiquitätengeschäft ist es an der Tagesordnung, dass Leute vorbeikommen, die nach dem Wert eines antiquarischen Gegenstandes fragen. Eine spontane Schätzung – wie auf der „Windschnurrn“ – war für den Weidener eine neue Erfahrung. Gleich das erste Exponat sei eine große Herausforderung gewesen, sagte er. Eine Frau habe einen Degen aus der Zeit von Königin Victoria von Großbritannien und Irland vorbeigebracht. „Da wurde ich gleich ins kalte Wasser geworfen“, sagte Rothballer. Den Degen werde er von Weiden aus genauer betrachten. Leider fehle der Griff, was den finanziellen Wert mindere.

Taschenuhr der Höhepunkt

Rothballer fand die Veranstaltung unterhaltsam, „und was die Leute alles gebracht haben“. Weniger wertvoll seien die Malereien gewesen. „Die hängt auch heute niemand mehr ins Wohnzimmer“, erklärte Rothballer. Das wertvollste Teil sei eine Taschenuhr, gewesen, die der Fachmann auf 250 Euro schätzte. Interessant fand Rothballer auch ein schönes „Prager Kindlein“, bespielbar mit Musik sowie einen Bayerischer Militärverdienstorden.

Viele Interessierten waren gekommen, um den Wert ihrer Antiquitäten von fachmännischer Hand prüfen zu lassen. Bild: ubb
Viele Interessierten waren gekommen, um den Wert ihrer Antiquitäten von fachmännischer Hand prüfen zu lassen.
 
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