10.04.2019 - 16:52 Uhr
HirschauOberpfalz

Africa Luz bringt wieder Hilfe nach Nepal

Seit 2006 engagiert sich die Hilfsorganisation Africa Luz (Hirschau) mit mehreren Projekten im Ort Sauraha im Royal Chitwan Nationalpark in Nepal. Nun macht sich eine Delegation auf die Reise, um dort wieder nach dem Rechten zu sehen.

Die ehrenamtliche Geschäftsführerin Bärbel Birner (Zweite von links) und Isabelle Haustein (Zweite von rechts) führen die Africa-Luz-Delegation an. Verabschiedet wurden sie vom Vorsitzenden Dieter Dausch (links), seinem Stellvertreter, Bürgermeister Hermann Falk (Mitte), und Schatzmeister Reinhold Birner.
von Werner SchulzProfil

Seit 2006 engagiert sich die Hilfsorganisation Africa Luz mit mehreren Projekten im Ort Sauraha im Royal Chitwan Nationalpark in Nepal. Morgen macht sich eine Delegation auf die Reise, um dort wieder nach dem Rechten zu sehen.

Angeführt wird die Reisegruppe von Africa-Luz-Geschäftsführerin Bärbel Birner und Isabelle Haustein. Beide waren letztmals im November 2017 zwei Wochen lang vor Ort. Wenige Wochen nach der beispiellosen Hochwasserkatastrophe, von der Nepal im August betroffen war, bot sich ihnen in Sauraha noch weitgehend ein Bild der Zerstörung. Die Wassermassen hatten unter anderem die gesamte Einrichtung des Professor-Dausch-Kinderhauses zerstört und das Inventar der Nähschule durch den Schlamm unbrauchbar gemacht.

Vom Hochwasser zerstört

Laut Bärbel Birner gilt es nun, sich ein Bild vom Stand der Renovierungsarbeiten zu machen, eventuell noch notwendige Arbeiten zu veranlassen und dafür auch die Finanzmittel zur Verfügung zu stellen. Verschont geblieben ist das Ambulatorium. Dorthin wird der Weg der Africa-Luz-Delegation zu allererst führen. Fest eingeplant ist ein Unterrichtstag in der auf dem Africa-Luz-Grundstück errichteten Schule.

Die rund 350 Kinder im Alter zwischen vier und fünfzehn Jahren sollen nicht nur übers Sehen, sondern auch über die richtige Zahnpflege aufgeklärt werden. Zum dauerhaften Unterrichtserfolg sollen die von Zahnarzt Roland Fürst gespendeten Zahnbürsten, Zahnpasten und Zahnputzuhren beitragen. So gut es geht, sollen alle schlecht sehenden Kinder im Ambulatorium untersucht und behandelt werden. Ein Besuch in der Elefantendung-Fabrik und dem Laden darf nicht fehlen, weil die Arbeiter den deutschen Gönnern ihre neuesten Produkte präsentieren wollen.

Auf die Africa-Luz-Delegation wartet zehn Tage lang ein umfangreiches Arbeitsprogramm. Bärbel Birner und Isabelle Haustein sind sich aber sicher: "Es wäre das erste Mal, dass nicht weitere Überraschungen auf uns warten."

2015 hatten Bärbel Birner (Zweite von links) und Isabelle Haustein (Zweite von rechts) zur Einweihung des Africa-Luz-Ambulatoriums eine augenärztliche Untersuchungseinheit mitgebracht und eigenhändig zusammengebaut. Diese ist defekt und soll von den beidennun wieder funktionsfähig gemacht werden. Sitzend mit im Bild: Sher Kintzl-Bahadur, der Vizepräsident von Green Society Nepal, mit dem Africa Luz seit vielen Jahren zusammenarbeitet.
Im Blickpunkt:

OP-Material und Reparaturdienst

2015 hatten Bärbel Birner und Isabelle Haustein zur Einweihung des Ambulatoriums eine augenärztliche Untersuchungseinheit mitgebracht und eigenhändig zusammengebaut. Diese ist defekt – und soll nach Möglichkeit von den beiden nun wieder funktionsfähig gemacht werden. Die portable Spaltlampe, die Augenärzte für die Untersuchungen in den umliegenden Dörfern brauchen, muss dort gekauft werden. Dabei haben die Frauen aber OP-Material und Intraocular-Linsen für 100 Patienten. Die beiden einheimischen Operateure haben sich verpflichtet, im Africa-Luz-Ambulatorium nicht zahlungsfähige Patienten unentgeltlich zu operieren.

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