Hirschau
06.11.2018 - 13:41 Uhr

Beim Kennenlernabend polnische Spezialitäten gekostet

Würde man die Hirschauer fragen, was Pierogi oder Lasanki sind – die allermeisten müssten wohl passen. Es sei denn, sie sind beim Kennenlernabend im Marien-Kindergarten dabei gewesen. Denn da wird polnisch gekocht und gegessen.

Polnische Küche gibt es beim Kennenlern-Abend des Marien-Kindergartens/Haus des Kindes. Möglich machen ihn Teresa Wczasek (Zweite von links) und Matthias Vigna (rechts). Unter ihrer Regie werden Pierogi und Lasanki zubereitet. Bild: u
Polnische Küche gibt es beim Kennenlern-Abend des Marien-Kindergartens/Haus des Kindes. Möglich machen ihn Teresa Wczasek (Zweite von links) und Matthias Vigna (rechts). Unter ihrer Regie werden Pierogi und Lasanki zubereitet.

Einige Kinder, die den Marien-Kindergarten/Haus des Kindes besuchen, haben einen Migrationshintergrund. Die Multinationalität ihrer Schützlinge und deren Eltern brachten Einrichtungsleiterin Christa Bauer und ihr Team vor fünf Jahren auf die Idee, den ersten Elternabend eines Schul- und Kindergartenjahres als Länder-Kennenlernabend zu gestalten. Das Erfolgsrezept: miteinander kochen, miteinander essen, dabei viel miteinander plaudern und Interessantes über das jeweilige Land erfahren.

Nach Bayern, der Ukraine, der Türkei, den USA und dem Iran war nun Polen an der Reihe. Möglich machten dies Teresa Wczasek und Matthias Vigna. Aus beiden Familien besucht ein Kind die Einrichtung. Die Eltern hatten sich bereit erklärt, bei einem Kochabend ihr Heimatland vorzustellen. Die beiden Hauptköche hatten schon im Vorfeld viel zu tun. Da es in Hirschau und Umgebung schwierig war, die für die Zubereitung polnischer Gerichte nötigen Zutaten zu finden, mussten sie zum Einkaufen nach Regensburg fahren.

Dass die Polen als ein Volk gelten, das gerne feiert und alte Bräuche pflegt, bestätigten Wczasek und Vigna. Grundsätzlich spiele die Familie eine sehr wichtige Rolle. An Weihnachten komme dies besonders zum Ausdruck. So beginne Heiligabend mit dem Teilen einer geweihten Oblate als Zeichen der Versöhnung, der Liebe, der Freundschaft und des Friedens. Zur Veranschaulichung hatte Teresa Wczasek ein Exemplar mit Krippenaufdruck mitgebracht. Beim Weihnachtsessen stehe auf dem Tisch ein zusätzliches Gedeck, das an die Verstorbenen erinnern soll. Zugleich sei es für den Fall gedacht, dass ein unerwarteter Gast kommt. Das polnische Abendmahl sei fleischlos, bestehe aus Fischgerichten, Piroggen und Krautgerichten. In der Regel gebe es zwölf Gänge als Symbol für die zwölf Apostel und die zwölf Monate. Jeder davon müsse probiert werden. Ausgiebig nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit, in den von Teresa Wczaseks mitgebrachten Fotoalben zu blättern.

Nach dem informativen Teil begann das Kochen, wobei schon viel vorgearbeitet war. Unter anderem gab es Pierogi, mit Käse, Fleisch oder Sauerkraut gefüllte Teigtaschen, und Lazanki, einen Nudelauflauf mit Sauerkraut, sowie polnische Donuts, Oponkis genannt. Bevor es ans Genießen der Spezialitäten ging, wurde mit einem schwarzen Johannisbeer-Schnaps und Zubrowka, dem polnischen Wodka, auf das Gelingen des Abends angestoßen.

Bei aller Gemütlichkeit wurde die Wahl des Elternbeirats nicht vergessen: Vorsitzende: Kerstin Lippert (Ersatz: Julia Bals), Zweite Vorsitzende: Daniela Arnold (Ersatz: Teresa Wczasek), Schriftführerin: Ivonne Rauscher.

 
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