18.07.2019 - 14:58 Uhr
HirschauOberpfalz

Bühne frei für Hirschauer Stückl-Festspiele

Heute heißt es um 20.30 Uhr im Schlosshof Bühne frei zur Festspielpremiere 2019. Bei den „8. Hirschauer Stückl-Festspielen“ steht das Volksstück „Die Erbschaft“ von Katrin Klewitz auf dem Spielplan.

Zum 8. Mal präsentiert der Festspielverein ab heute auf der Freilichtbühne im Hof des Pflegschlosses die „Hirschauer Stückl-Festspiele“. Auf dem Spielplan steht das Volksstück „Die Erbschaft“. Und wenn es um eine Erbschaft geht, sind Konflikte und Intrigen vorprogrammiert. V. l.: Corinna Falk (Wirtin Maria), Christian Gnan (Dr. Thieme), Roland Fritsch (Herr Buche) und Kerstin Ackermann (Frau Wilhelm).
von Werner SchulzProfil
Auf die Besucher der 8. Hirschauer Stückl-Festspiele wartet ein neues Ambiente. Sie nehmen auf einer neuen, 414 Besucher fassenden Tribüne Platz. Der Festspielvereinsvorsitzende Altbürgermeister Hans Drexler (2.v.l.) und sein Team mit Erwin Zach (l.), Georg Kustner (2.v.r.), Bernhard Kustner (r.) und viele weitere fleißige Helfer haben mit dem Tribünenbau und dem der neuen Bühne eine gigantische Leistung vollbracht.

Dem Festspielverein mit Vorsitzendem Altbürgermeister Hans Drexler ist es zu verdanken, dass die Oberpfälzer Festspiellandschaft seit 2005 alle zwei Jahre um den originellen Farbtupfer der Stückl-Spiele reicher ist.

Nach "Die Erbschaft" (2005), "Die Steingutfabrik" (2007), "S´Braufieber" (2009), "Exerziert is glei" (2011), "Das Klosterkindl" (2013), "Der Glockenkrieg" (2015) und "Der Heldenstammtisch" heißt es von heute bis Samstag, 3. August, an acht Abenden Bühne frei für "Die Erbschaft". Mit Dieter Held und Saskia Krügelstein geben bühnenerfahrene Laienschauspieler ihr Regie-Debüt. 2005 führte mit Yvonne Brosch ein Profi Regie, Dieter Held machte als Hiasl eine gute Figur.

Auch in der neuen Inszenierung wird deutlich, dass die Hirschauer über Generationen als Schildbürger der Oberpfalz gegolten haben. Wie Schildbürger bauten sie ein Rathaus ohne Fenster und trugen das Licht in Säcken und Eimern hinein. Sie zogen beispielsweise auch eine Kuh mit einem Strick um den Hals auf die Stadtmauer, damit sie dort Gras fressen sollte, versenkten eine Glocke im See und markierten die Stelle durch eine Kerbe im Kahn. So schreiben Martin Zeiller und Mathäus Merian in ihrer 1650 verfassten "Topographia Superioris Saxoniae": "Es seyn die von Schilda, wie die von Hirschau in der Obern Pfaltz wegen ihrer einfältigen, lächerlichen Thaten, so man von ihnen begangen erzehlet, vor Jahren berühmt gewesen...".

Wie bei den bisherigen Stücken werden auch heuer nicht einfach angebliche Schelmenstreiche aneinandergereiht, sondern in die Handlung integriert. Zumindest Insider kennen die Geschichten vom Baumtransport durch das Stadttor, vom Stiefelabschneiden, vom Transport mit dem Schubkarren, vom Älwertritscherlfangen, vom Feuerwehreinsatz in Gebenbach, vom Rathausverschieben und vom Lichttragen ins Rathaus.

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