18.08.2019 - 15:14 Uhr
HirschauOberpfalz

Cavalry-Stetson für Maximilian Stein

US-Soldaten empfinden es als besondere Ehre, einen Cavalry-Stetson zu tragen. Dessen Tradition bis 1865 zurückreicht. Seit einer Woche besitzt auch Musikzug-Vorsitzender Maximilian Stein ein Original-Exemplar.

Für seine Verdienste um die Pflege der Freundschaft zwischen der First Squadron des Second Stryker Cavalry Regiments und dem Musikzug zeichnete Lieutenant Colonel Timothy Wright (rechts) den Musikzug-Vorsitzenden Maximilian Stein (links) mit einem Original-Cavalry Stetson aus. Bildmitte: Bürgermeister Hermann Falk, dem diese Ehre bereits früher zuteil wurde..
von Werner SchulzProfil

Lieutenant Colonel Timothy Wright, Kommandeur der First Squadron des Second Stryker Cavalry Regiments, überraschte damit den verdutzten Musikzug-Chef vor dem Bieranstich zum 45. Hirschauer Marktplatzfest. Mit dem Stetson, so LTC Wright, wollten er und seine Soldaten Maximilian Stein Dank und Anerkennung aussprechen für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und engagierte Pflege der seit 2009 bestehenden Freundschaft zwischen dem Cavalry Regiment und dem Musikzug sowie der Stadt Hirschau. Durch Partnerschaft und regelmäßige Kontakte hätten amerikanische Soldaten und ihre Familien vielfältige Einblicke in die Kultur ihres Gastlandes gewinnen können.

Er freue sich, dass er, ebenso wie seine Kommandeurs-Vorgänger und seine Soldaten, in eine Reihe von Veranstaltungen in Hirschau aktiv eingebunden wurden und werden. Als Beispiele nannte er die Teilnahme an den Marktplatzfesten und Kirchweihfesten, den Besuch der Musikzug-Osterkonzerte und zuletzt die Feier zum zehnjährigen Bestehen der Partnerschaft im Josefshaus. Gerne motiviere er seine Soldaten, sich auch in Zukunft mit ihren Familien an Veranstaltungen in Hirschau zu beteiligen.

Mit ganzer Familie

Ihm liege auch daran, die Hirschauer verstärkt in das Leben der Squadron einzubinden. LTC Wright ging mit gutem Beispiel voran. Zum Marktplatzfest wurde er nicht nur von seiner Frau Wendy begleitet. Auch seine Eltern, seine beiden Brüder und seine Schwester waren samt Ehepartner und Kinder gekommen. Maximilian Stein beteuerte, dass er es als große Auszeichnung empfinde, einen Original-Cavalry-Stetson tragen zu dürfen. Die Pflege der deutsch-amerikanischen Freundschaft, speziell mit der Einheit von LTC Wright, sei ihm wichtig. Er sei sich bewusst, dass es die Deutschen maßgeblich den Amerikanern zu verdanken haben, dass sie seit Ende des 2. Weltkriegs in Frieden und Freiheit leben können.

Überrascht war Stein, dass der Stetson wie angemessen passte. Im Normalfall, so wurde ihm erklärt, werde der Hut maßangefertigt. Um ihn überraschen zu können, habe seine Freundin Heike die Kopfmaße ermittelt und weitergegeben.

Die Nummer fünf

Stein ist nun der fünfte Hirschauer, der mit einem Original-Cavalry-Stetson ausgezeichnet wurde. Vor ihm wurde diese Ehre bereits seinem Vater Werner Stein, Altbürgermeister Hans Drexler, Bürgermeister Hermann Falk und Brauerei-Chef Franz Dorfner zuteil.

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