12.02.2019 - 14:58 Uhr
HirschauOberpfalz

Einbrüche in Hahnbach und Hirschau: Schnee überführt Täter

Zweimal konnten sie flüchten, am Ende wurden sie durch Spuren im Schnee überführt: Die Polizei hat zwei Einbrecher festgenommen, die in Hahnbach und Hirschau auf Beutezug waren. Aber vielleicht nicht nur dort.

Einbruchswerkzeug hat die Polizei im Auto der beiden mutmaßlichen Einbrecher gefunden.
von Heike Unger Kontakt Profil

Die beiden Festgenommenen, 52 und 23 Jahre alt, stammen aus Tschechien, wie die Polizei mitteilt. Die Männer hatten sich in der Nacht zum Sonntag gegen 22.30 Uhr im Gewerbegebiet in Hahnbach Zutritt zu einer Lagerhalle verschafft: Sie suchten nach hochwertigem Werkzeug. Das blieb nicht unbemerkt. Die beiden lösten einen Alarm aus, dadurch wurde der Eigentümer der Halle auf die Einbrecher aufmerksam. Die konnten aber unerkannt flüchten.

Kurze Zeit später, gegen Mitternacht, gingen die Männer erneut ans Werk, diesmal allerdings in Hirschau. Dort hebelten sie die Zugangstür zu einem Container einer Zimmerei auf. Auch hier lösten sie eine Alarmanlage aus. "Eine Überwachungskamera zeichnete das Geschehen auf und ein Mitarbeiter verständigte sofort die Polizeieinsatzzentrale in Regensburg", heißt es im Polizeibericht. Da eine Streife des operativen Ergänzungsdienstes Amberg zufällig in Hirschau unterwegs war, war diese in kürzester Zeit am Tatort. Als die Polizisten eintrafen, flüchteten die überraschten Einbrecher im Schutz der Dunkelheit. Die Männer hatten inzwischen bereits eine weitere Tür zu einer Lagerhalle aufgebrochen.

Die Polizeieinsatzzentrale band sofort alle Dienststellen im Umkreis von Hirschau in die Fahndung ein. Mit Erfolg, wie die Amberger Inspektion mitteilt: Eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion Amberg hielt in Wernberg einen Pkw mit tschechischer Zulassung auf.

Die beiden Insassen fielen dann gleich durch ihre durchnässten Hosen auf. Als sie sich zudem in Widersprüche verwickelten, erhärtete sich der Tatverdacht und die beiden wurden vorläufig festgenommen. Die Amberger Inspektion übernahm dann die Bearbeitung beider Tatorte, die Kriminalpolizei sicherte die Spuren. "Ein Abgleich der Schuhspuren im Schnee überführte die Täter letztendlich zweifelsfrei", berichtet Polizei-Sprecher Achim Kuchenbecker. Im Auto fanden die Ermittler noch diverse Utensilien und Einbruchswerkzeug.

Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass die Männer bereits Tage zuvor mehrere mögliche Einbruchsziele ausgespäht hatten: Offensichtlich planten sie eine Einbruchsserie in der Tatnacht. Abgesehen hatten sie es auf hochwertiges Werkzeug zum Beispiel eine Kettensäge, die sie am Tatort in Hirschau bereits zum Abtransport bereitgelegt hatten.

Gut möglich, dass die Festgenommenen noch mehr auf dem Kerbholz haben: Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden Männer für weitere Taten im ostbayerischen Raum verantwortlich sind. Ob das so ist, soll die weitere Auswertung der Spuren zeigen.

Diese Sturmhaube gehört zu den Beweisstücken, die die Polizei sichergestellt hat.
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