Rathauschef Hermann Falk hat die Aktion nicht kalt gelassen. "Es ist gut, dass es Menschen gibt, die sich für ihr Dorf einsetzen. Da sieht man, dass sie stolz auf ihr Dorf sind es weiterbringen wollen." Die Steiningloher warten auf die Lösung mehrerer Probleme. Seit Jahren wird über die Projekte gesprochen und nur bei einem Teil gibt es sichtbare Ergebnisse.
ONETZ: Steiningloh hat sich ja in der Freinacht einen Sarg gezimmert. Steht es so schlimm um das Dorf?
Hermann Falk: Nach Ansicht der Stadt Hirschau steht es nicht schlimm um das Dorf. Schlimm hört sich recht dramatisch an. Ich möchte jedoch nicht verhehlen, dass einiges zu tun ist. Aber es ist schon sehr viel in die Wege geleitet worden, um das Dorf weiterzuentwickeln. Es ist auch einiges schon geschaffen worden, wie das wunderbare Gemeinschaftshaus mit Feuerwehrhaus und dem sehr schönen Stodl. Es wird immer versucht, in allen Ortsteilen das Bestmögliche zu tun. Vieles braucht eben auch seine Zeit.
ONETZ: Internet, Radweg, Kapelle, Bauland - die Mängelliste scheint lang zu sein. Gibt es erste Hoffnungszeichen?
Hermann Falk: Die Breitbandversorgung ist seitens der Stadt vertraglich bereits auf den Weg gebracht worden. Die zuständige Firma ist beauftragt und nach derer Auskunft soll das in diesem Jahr noch umgesetzt werden.Der Ausbau des Radweges erfolgt unter Federführung des Staatlichen Bauamtes. Dem Stadtrat wurden drei Varianten vorgestellt. Eine Trasse wurde seitens des Stadtrates beschlossen. Jetzt beginnen die Grunderwerbsverhandlungen. Sollten diese erfolgreich sein, wird mit dem Bau begonnen. 2019 soll der Abschnitt zwischen Steiningloh und Immenstetten fertiggestellt werden. Und auch die Kapellensanierung läuft. Das Dach ist fertig, momentan wird der Turm restauriert. Anschließend werden das Mauerwerk, die Fundamente und die Elektroarbeiten ausgeführt. Danach wird das Umfeld um die Kapelle neu gestaltet.
ONETZ: Wie sieht es mit Bauland in Steiningloh aus?
Hermann Falk: Ein Ingenieurbüro ist beauftragt, Vorschläge zu unterbreiten. Vor der Sommerzeit wird mit den Fachstellen ein Ortstermin durchgeführt. Anschließend erfolgt ein Gespräch mit der Regierung der Oberpfalz. Sollte hier Zustimmung erfolgen, benötigen wir die Zustimmung des Stadtrates und natürlich einen erfolgreichen Grundstückserwerb. Auch das Thema Hochwasserschutz packen wir an. Jetzt erfolgt die Detailplanung und durch das Amt für Ländliche Entwicklung beginnen die Grundstücksverhandlungen. Sollten diese erfolgreich sein, kann mit der baulichen Umsetzung begonnen werden.
ONETZ: Steiningloh hat in den vergangenen Jahren auch wegen eines denkmalgeschützten Bauernhauses für Schlagzeilen gesorgt. Wie geht es damit weiter?
Hermann Falk: Der Stadtrat hat Antrag auf Abbruch gestellt. Seitdem liegt der Sachverhalt beim Amt für Denkmalpflege. Hierzu ist eine Stellungnahme erforderlich, aber noch nicht eingegangen.














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