Hirschau
21.05.2019 - 16:41 Uhr

Erster Auftritt kommt gut an

"Musik verbindet Menschen": Dass dies tatsächlich so ist, bewiesen Iryna Hermann und Gerlinde Dichtl bei einem einstündigen Konzert in der vollen Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt.

Unter dem Motto „Musik verbindet Menschen“ gaben Iryna Hermann (links) und Gerlinde Dichtl ein Konzert in der Stadtpfarrkirche. Bild: u
Unter dem Motto „Musik verbindet Menschen“ gaben Iryna Hermann (links) und Gerlinde Dichtl ein Konzert in der Stadtpfarrkirche.

Mit ihren Werken verbanden sie Komponisten aus aller Welt und verschiedene Musikepochen genauso wie geistliche und weltliche oder besinnliche und humorvolle Lieder. Die Frauen traten zum ersten Mal gemeinsam in Hirschau auf. Moderator Hans Meindl stellte die Interpretinnen dem Publikum vor. Beide verbindet nicht nur die Musik. Es gibt auch familiäre Bande. Die aus Shostka in der Ukraine kommende Iryna Hermann ist als Organistin und Chorleiterin aus Hirschaus Kirchenmusikleben nicht wegzudenken. Seit 2003 lebt sie in Hirschau, ist mit Gerlinde Dichtls Bruder Erwin verheiratete. Dichtl wuchs in Hirschau auf, lebt inzwischen in Breitensee in Niederösterreich, arbeitet als Altenpflegerin und in der eigenen Landwirtschaft. Sie gab letztlich den Anstoß zum Konzert in Hirschau, nachdem die Frauen 2015 in Breitensee ein erfolgreiches Debüt gegeben hatten.

Dem klassischen Beginn mit Bachs Präludium folgten mit "Sonntagsbauernblues" und "Sonntagsruh" zwei von Gerlinde Dichtl munter vorgetragene volkstümliche Lieder, von Iryna Hermann am Keyboard begleitet. Überzeugend meisterte sie danach das "Ave Maria" von Giulio Caccini, das "Ave Verum" von Mozart und die ohrwurmverdächtige Arie "Voi che sapete" aus seiner Oper "Le nozze di Figaro". Ihre Virtuosität an der Orgel bewies Iryna Hermann bei John Fields romantisch-modernem Stück "Nocturne Nr. 5". In russischer Sprache sangen die Frauen das Duett "Lisa und Pauline" aus der Tschaikowsky-Oper "Pique Dame". Auch die Volkslieder kamen beim Publikum sehr gut an. Nach hartnäckigen Rufen nach einer Zugabe erfüllten die Musikerinnen diesen Wunsch gerne, in dem sie das Lied "Federkleid" nochmals vortrugen.

 
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