05.04.2021 - 14:28 Uhr
HirschauOberpfalz

Freibad Hirschau: Entscheidung über Öffnung vertagt

Kann das Monte-Bad in Hirschau heuer öffnen oder nicht? Diese Frage beschäftigte den Hirschauer Ausschuss für Stiftung und Tourismus. Eine Entscheidung wurde nicht getroffen, sondern auf Ende April vertagt.

Ob das Freibad am Fuße des Monte Kaolino in Hirschau heuer überhaupt öffnen wird, steht noch in den Sternen. Der zuständige Ausschuss für Stiftung und Tourismus will erst einmal die Entwicklung des Infektionsgeschehens abwarten und dann Ende April eine Entscheidung treffen.
von Gerhard FleischmannProfil

Bürgermeister Hermann Falk hatte von der Bäder-Besprechung auf Landkreis-Ebene die Info mitgebracht, dass alle Bäder in Amberg-Sulzbach hoffen, heuer öffnen zu können. Lediglich die Bäder in Sulzbach-Rosenberg und Rieden bleiben geschlossen, da sie saniert werden.

CSU-Fraktionssprecher Christian Gnan zeigte sich hin und hergerissen. Auf der einen Seite sah er das durch die Hygienemaßnahmen und den beschränkten Zugang im vergangenen Jahr stark erhöhte Defizit. Bei ähnlichen Maßnahmen sei dies auch heuer zu erwarten. 2020 seien es zwei Drittel weniger Besucher gewesen als sonst, erklärte Bäderleiter Andreas Gebhardt.

Ein enormer Freizeitwert

CSU-Fraktionssprecher Gnan sah aber auch den enormen Freizeitwert des Bades für junge Menschen, Erwachsene und Senioren. Gefahr sei zudem, Stammgäste könnten in andere offene Bäder abwandern. Deshalb sollte man seiner Meinung nach gerüstet sein, "wenn sich die Infektionszahlen bessern". Aus Sicht von Günther Amann könnte der wirtschaftlich arbeitende Campingplatz, wenn die Voraussetzungen vorliegen, öffnen. Beim Bad gab er die Kostensituation zu bedenken. Auch Einsparungen durch Kurzarbeit sollten überlegt werden. Wenigstens in den Sommerferien öffnen zu können, wäre schön. Johanna Erras-Dorfner meinte, derzeit sei es nicht möglich, über einen Öffnungs-Zeitpunkt zu entscheiden. Man müsse abwarten. Sie fand, man könne die Grundreinigung des Bades erledigen und dann auf Standby gehen. Mit etwa vier Wochen Vorlauf sei wohl eine Öffnung möglich, fand die Stadträtin. Christian Feja sagte, wegen des Schulschwimmens und der Möglichkeit, schwimmen lernen zu können, wäre es wichtig, zu öffnen.

Für Josef Birner sind Öffnungsgedanken ein Wunschdenken. Die Infektionszahlen seien heuer deutlich höher als 2020, Standby sei teuer. Nicht nur die Senioren seien zu schützen, sondern auch die Jugendlichen. Konsequent Abstand zu halten, sei im Bad und unter den Jugendlichen zudem schwierig. "Es wird heuer leider nichts, sowohl mit Blick auf die Gesundheit als auch auf die Finanzen der Stadt", so seine Meinung.

Hoffnung auf mehr Klarheit

Wie sich die Diskussion auch drehte und wendete, eine aktuell planbare Entscheidung schien unmöglich. Das Gremium vertagte sie deshalb bis Ende April - in der Hoffnung, dass dann mehr Klarheit herrsche. Frühester Öffnungstermin für das Monte-Bad wäre dann Pfingsten, wobei der Campingplatz je nach Rechtslage eher dran sein könnte. Der Ausschuss war sich einig, dass das Tor nicht jetzt schon total zugemacht werden sollte. Bei Günther Amanns Vorschlag, den Jugendbeauftragten und die Vereine zu kontaktieren, um sich über Alternativangebote Gedanken zu machen, war Rudolf Wild skeptisch. Die Vereine hätten sich derzeit schon mit einer überlangen Pause zu arrangieren. Wegen des Schulschwimmens soll die Hirschauer Schule kontaktiert werden. Offen blieb, ob man neben einem Hygiene-Konzept auch Testangebote machen könnte und wie es zu werten sei, wenn jemand schon geimpft ist.

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