19.02.2020 - 11:06 Uhr
HirschauOberpfalz

In Hirschau ökumenisches Pfarrfest?

Die Kolpingsfamilie und die Kirchengemeinde Hirschau hatten eingeladen, über Kirche und Ökumene zu reden, offen und ohne Denkverbote. Und wo könnte man das besser tun, als in der Kirche.

Die beiden Hirschauer Pfarrer Stefan Fischer und Johann Hofmann (von links) stellen sich in der Hirschauer Kirche den Fragen der Gläubigen.
von Heidi KurzProfil

Der katholische Geistliche Johann Hofmann und der evangelische Pfarrer Stefan Fischer stellten sich auf die Idee von Siegfried Schoner hin, der die Veranstaltung geplante und initiiert hatte, den Fragen des Publikums. Dabei wurden viele Themen, wie zum Beispiel der Unterschied von Abendmahl und Eucharistie, angesprochen. Ebenso wollten die Gläubigen wissen, wie das mit dem Knien und dem Bekreuzigen in der evangelischen Kirche ist.

Zahlreiche Fragen kamen zur Sprache: Warum gibt es in der katholischen Kirche keine Frauen als Pfarrer? Warum dürfen evangelische Ehepartner nicht zur katholischen Kommunion gehen? Bedauert wurde von Betroffenen, dass evangelische Christen kein Pate von katholischen Täuflingen werden können.

Beide Pfarrer betonten aber auch, dass einiges zwischen den Pfarreien gemeinsam läuft. Stefan Fischer pflichtete seinem Kollegen Johann Hofmann bei, der sagte: "In erster Linie zählt, dass man sich als Amtsbrüder menschlich versteht, neugierig ist und wertschätzend einander gegenübertritt."

Bei dieser Gelegenheit wurde ein gemeinsames Pfarrfest im kommenden Jahr angedacht. "Wir sollten die Vielfalt nicht als Trennung, sondern als Bereicherung verstehen", sagte Pfarrer Fischer, "denn wir wollen allen die Liebe Gottes verkündigen, von der wir leben."

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