29.09.2020 - 09:13 Uhr
HirschauOberpfalz

Hirschauer Faschingssaison 2020/21 steht zum Großteil in den Sternen

Seit 7. Juli hat Hirschau mit der Narrhalla wieder eine Faschingsgesellschaft – eigentlich optimale Voraussetzungen für eine Top-Faschingssaison 2020/21. Deren Verlauf steht jedoch zum Großteil noch in den Sternen. Schuld daran: Covid-19.

Seit der ersten Mitgliederversammlung ist der Vorstand der Narrhalla Hirschau komplett (von links): Martin Merkl, Holger Schwandner, Bürgermeister Hermann Falk, Christian Kellner, Karl Wiesnet, Vizepräsidentin Michaela Meier, Heidi Hirschmann, Andrea Wiesnet, Präsidentin Regina Merkl, LVO-Präsident Arthur Troidl, LVO-Archivar Manfred Enders und Annika Scheffler.
von Werner SchulzProfil

Knapp die Hälfte der inzwischen 92 Mitglieder konnte Präsidentin Regina Merkl zur ersten Mitgliederversammlung im Josefshaus-Saal willkommen heißen. Dass die Narrhalla schon so kurz nach ihrer Gründung hohe Wertschätzung genießt, bewies die Anwesenheit von Bürgermeister Hermann Falk ebenso wie die des Präsidenten des Landesverbands Ostbayern (LVO), Arthur Troidl (Neustadt/WN), und des LVO-Pressesprechers Manfred Enders (Hahnbach).

Merkl skizzierte kurz den Weg von der Gründung der Kindergarde im Jahr 2014 unter dem Dach des Musikzugs bis hin zum Entschluss, einen eigenen Faschingsverein, die Narrhalla, zu gründen. Dieser Schritt, den man endgültig am 19. April per Videokonferenz beschlossen hat, sei im besten Einvernehmen mit dem Musikzug erfolgt. Man habe einen fünfköpfigen Vorstand gewählt mit ihr als Präsidentin, Michaela Meier als Vizepräsidentin, Martin Merkl als Hofmarschall, Andrea Wiesnet als Schriftführerin und Christian Kellner als Schatzmeister. Dieser Personenkreis habe eine Vereinssatzung ausgearbeitet. Der Eintrag ins Vereinsregister sei am 7. Juli offiziell erfolgt.

Im Verlauf des Abends wurden als weitere Vorstandsmitglieder die stellvertretende Schriftführerin Heidi Hirschmann, der Vize-Schatzmeister Sandro Gärtner, die Beisitzer Annika Scheffler und Markus Hirschmann sowie die beiden Kassenprüfer Holger Schwandner und Karl Wiesnet gewählt. Die Betreuung der Kinder- und Jugendgarde will man laut Merkl künftig noch professioneller gestalten und dafür feste Betreuer benennen. Sie sollten den Kindern und Jugendlichen sowie deren Eltern als feste Ansprechpartner zur Verfügung stehen und die Trainerinnen unterstützen. Für die Betreuung der Kindergarde hätten sich Stefanie Scheuerer, Melanie Gärtner, Barbara Kellner und Mandy Lang zur Verfügung gestellt, für die der Jugendgarde Kathrin Kustner, Alexandra Baldauf, Tanja Graf und Petra Heindl.

Stolz auf den jüngsten Verein in der Stadtgemeinde zeigte sich Bürgermeister Falk. "Aus dem einst zarten Pflänzchen Kindergarde ist eine wundervolle Pflanze mit vielen Blüten geworden", stellte er fest. Ganz wesentlich sei diese Entwicklung Regina Merkl zu verdanken, die von ihrem Team hervorragend unterstützt werde. Dank galt auch dem Musikzug, "der als Gewächshaus fungierte, in dem das Pflänzchen wohl behütet wachsen konnte". Die Garde sei neben dem Musikzug zu einem großen Kulturträger und zu einem Aushängeschild der Stadt geworden.

Voll des Lobes über die Entwicklung der Kindergarde zum eigenständigen Verein Narrhalla war auch LVO-Vorsitzender Arthur Troidl. Regina Merkl habe etwas Tolles auf die Beine gestellt. Dabei sei sie von ihrem Team hervorragend unterstützt worden. "Schweren Herzens und mit großem Bedauern" teilte Troidl mit, dass es in der bevorstehenden Faschingssaison keine Großveranstaltungen wie etwa das Gardetreffen oder den Ostbayerischen Faschingszug geben werde. Die Corona-Pandemie zwinge dazu, da die Gesundheit der Beteiligten im Vordergrund stehen müsse. Der Landesverband stelle es aber jeder Gesellschaft frei, ob und wie sie ihre Faschingssaison gestalten wolle. Dann beschloss die Versammlung einstimmig den Beitritt der Narrhalla zum Landesverband.

Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie hatte Regina Merkl auch Positives zu vermelden. So habe man mit Luisa Mayer ein Funkenmariechen gewonnen. Die Prinzengarde sei auf elf Mädchen und einen Jungen angewachsen. Da die Faschingssaison weitestgehend ohne Auftritte verlaufen werde, habe man Zeit, die Tänze und den Verein zu optimieren, den Faschingswagen zu bauen oder die Vereinsjacken zu bedrucken. Das seit 2014 übliche Erstürmen des Rathauses durch die Garde und das Kinderprinzenpaar müsse heuer entfallen. Am 11.11. werden aber die Hofdamen und der Elferrat Bürgermeister Falk einen Besuch im Rathaus abstatten. Sollte der Hirschauer Weihnachtsmarkt stattfinden, werde man daran wie im vergangenen Jahr mit einem Süßigkeitenstand teilnehmen. Zum Jahresabschluss wolle man eine Weihnachtswanderung veranstalten. Für die Garde gebe es bislang keine Buchungen, die vorgesehenen Bälle habe man bereits abgesagt. Mit einem dicken Fragezeichen versah Merkl den Kinderfaschingszug, der eigentlich für den 6. Februar vorgesehen war. „Alles Weitere steht in den Sternen“, sagte sie.

Gegründet in schwieriger Zeit

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