04.05.2021 - 11:17 Uhr
HirschauOberpfalz

Hirschauer SPD will Weichen für Jugendarbeit in der Nach-Corona-Zeit stellen

von Autor AGProfil

„Welche Aktivitäten sind im Corona-Lockdown für Kinder und Jugendliche machbar, und wie können bereits jetzt mögliche Öffnungen vorbereitet werden?“ Diese Fragestellung war Thema einer Online-Gesprächsrunde, zu der die Hirschauer SPD-Stadtratsfraktion den kommunalen Jugendbeauftragten Andreas Losch eingeladen hatte.

Fraktionssprecher Josef Birner zeigte sich überzeugt, dass die Diskussion um Sonderregelungen für Geimpfte an Fahrt aufnehmen werde, besonders wenn auch Jugendliche Impfungen erhielten. „Wir müssen jetzt die Weichen stellen, damit die Hirschauer Jugendarbeit dann ohne Vorlauf starten kann“, sagte Birner.

In seinem Rückblick sprach Andreas Losch von einem schwierigen Jahr. In einem Fragebogen habe er versucht, Interessen und Gestaltungsideen der Hirschauer Jugend zu erkunden. Er hoffe dafür noch auf weitere Rückmeldungen. Als Erfolgsmodell bezeichnete er den neuen Dirt-Bike-Parcours auf dem Sportpark-Gelände. Wenn die nötigen Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt seien, solle dieser baldigst geöffnet werden. Der zugehörige Ridersclub mit ihm als Vorsitzenden sei eine Unterabteilung des TuS und habe jetzt bereits 35 Mitglieder.

Von einer schwierigen Zeit für die Hirschauer Vereine sprach auch TuS/WE-Vorsitzender Christoph Weih. Die Mitgliederzahlen seien rückläufig, dabei sei der Nachwuchs für das Vereinsleben wichtig. Es gelte, mit Ideen und Projekten die Jugendlichen weg vom Laptop und der Spielekonsole wieder für den Sport zu begeistern. So plane die Fußballabteilung im Sommer ein Camp zusammen mit dem Jahn Regensburg.

„Es muss ja nicht immer Mannschaftssport sein“, meinte Stadtrat Günther Amann mit Blick auf die aktuell strengen Corona-Regeln. Er plädierte dafür, Ideen und Angebote zu entwickeln, die mit einem maßgeschneiderten Hygienekonzept umgesetzt werden könnten. Rückläufige Inzidenzzahlen und die Jahreszeit begünstigten dies. Amann regte an, die örtlichen Vereine und speziell die Jugendbeauftragten mit der Bitte um geeignete Vorschläge zu kontaktieren. Die Stadt könne dabei logistisch und mit der Abklärung hygienerechtlicher Vorgaben helfen. Im Haushalt stünden entsprechende Mittel bereit.

Andreas Losch regte an, ergänzend zum Ferienprogramm ein Jugendprogramm zu entwerfen, an dem sich besonders nicht-organisierte Jugendliche beteiligen könnten. Denkbar wäre auch ein „Tag der Vereine“, an dem diese mit der Präsentation ihrer Aktivitäten Kinder und Jugendliche ansprechen könnten. „Um zu zeitnahen Ergebnissen zu kommen, wird die SPD-Fraktion umgehend die Einladung des Jugendbeauftragten in den Stadtrat oder ein geeignetes Gremium beantragen“, sicherte Josef Birner zu. Dieser sei ohnehin bei den ihn betreffenden Themen in die Stadtratsarbeit mit einzubeziehen.

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