12.05.2021 - 14:25 Uhr
HirschauOberpfalz

Interesse am Baugebiet an der Hirschauer Schulstraße ist riesig

Deutlich mehr Interessenten als vorhandene Parzellen gibt es für das Baugebiet an der Hirschauer Schulstraße. Per Fragebogen werden bei den Bewerbern Angaben angefordert, die der Stadtrat bei der Vergabe der Bauplätze heranziehen wird.

Die Erschließung des Baugebiets an der Hirschauer Schule läuft auf vollen Touren. Die Parzellen sind sehr gefragt.
von Gerhard FleischmannProfil

Bei der Sitzung des Hirschauer Stadtrats ging es auch um die Frage, ob das Freibad geöffnet werden könnte und sollte. Laut Bürgermeister Hermann Falk gibt es von der Staatsregierung bislang keine neuen Informationen. Lediglich für den Campingplatz zeichne sich bei passenden Coronazahlen der 21. Mai als frühestmöglicher Öffnungstermin ab.

Falk berichtete vom Interesse der Vereine und der Wasserwacht an einer Öffnung. "Wenn das Freibad geschlossen bleiben würde, weichen die Menschen auf Weiher und ungesicherte Badestellen aus", befürchtete er. Und das sei nicht erwünscht. Falk schnitt auch Schwimmkurse an, die wichtig seien. Öffnen, wenn möglich – so lautete der Wunsch der meisten Räte, wobei als spätester sinnvoller Termin der 1. Juli genannt wurde. Rudolf Wild (SPD) schlug vor, die wegen der geforderten Hygienemaßnahmen anfallenden Mehrkosten in die Eintrittspreise einzurechnen, was auf Zustimmung stieß.

Kritisch sah das seitens der SPD Josef Birner. Derzeit seien etwa zehn Prozent der Bevölkerung doppelt geimpft, Kinder und Jugendliche noch gar nicht. Diese Quote werde sich bis zum Sommer nur bei den Erwachsenen steigern, sagte Birner. Er hielt es als wirtschaftlich sinnvollste Lösung, den Campingplatz, wenn möglich, unter Einbeziehung des Hygienekonzepts zu öffnen, das Bad aber geschlossen zu lassen.

Der Stadtrat beschloss schließlich mit großer Mehrheit, das Freibad heuer zu öffnen, sobald es die Corona-Pandemie zulässt. Die entsprechenden Hygienevorschriften und Vorgaben der Staatsregierung sind dabei einzuhalten. Sollte eine Öffnung bis spätestens 1. Juli nicht möglich sein, bleibt das Bad am Monte Kaolino in diesem Jahr geschlossen.

Als erfreulich erwähnte Hans-Jürgen Schönberger (CSU), dass zahlreiche Ruhebänke hergerichtet, die Standplätze optimiert und auch neue Paten gefunden worden seien. Josef Birner regte an, die örtlichen Wanderwege mit Zeitangaben zu versehen, Hans-Jürgen Schönberger wollte auch die nächstgelegene Ortschaft genannt haben. Man werde den Wanderbeauftragten einbeziehen, erklärte dazu der Bürgermeister.

Rudolf Wild wies darauf hin, dass es im Bereich Hirschau Lücken bei den Radwegen und für deren Bau derzeit hohe Fördermittel gebe. Er bat auch darum, auf den neu gestalteten Spielplätzen Schilder anzubringen, dass die Nutzung der Geräte nur bis zu einem Alter von 14 Jahren zulässig sei. Er beobachte, dass der Spielplatz in seiner Nachbarschaft massiv durch ältere Jugendliche genutzt werde. Johanna Erras-Dorfner (FW) regte an, die Teilnahme am Förderprogramm „Innenstädte beleben“ zu prüfen, was laut Bürgermeister derzeit geschehe.

Eine Liste von Themen, die in früheren Sitzungen behandelt worden waren und noch nicht erledigt sind, trug Christian Feja (Bündnis 90/Die Grünen) vor. Wird was aus der Tischtennisplatte beim Bocciafeld?, wollte er wissen. Martin Beck von der Stadtverwaltung sah den geplanten Durchgang von der Stadt zur Josefstraße als geeigneter dafür an. Wie schaut es mit den verschiedenen Teilstücken des Radwegs nach Amberg aus?, fragte Feja. Urspring–Steiningloh sei in Planung, Steiningloh–Immenstetten solle heuer umgesetzt werden, so Beck. Wie ist der Sachstand bei der Kapelle in Steiningloh?, lautete eine weitere Frage. Die geplante Zukunftswerkstadt zur Stadtentwicklung komme nicht in die Gänge, stellte Feja fest. Die Fällung von Eichen im Friedhof sei wegen des Befalls mit dem Eichenprozessionsspinner erfolgt, beantwortete der Bürgermeister eine Eingabe. Feja schnitt auch die E-Ladesäulen an. Die bei der Schule werde wohl wegfallen, spätestens mit Beginn der Renovierung, hieß es. Zu den geplanten Ladesäulen hinter der Sparkasse und am Edeka-Parkplatz hoffe man bald Näheres sagen zu können, erklärte Bauamtsleiter Martin Beck.

"Wenn das Freibad geschlossen bleiben würde, weichen die Menschen auf Weiher und ungesicherte Badestellen aus."

Hermann Falk, Bürgermeister von Hirschau

Im Hirschauer Stadtrat Debatte über Zustand des Infopoints

Hirschau

 

 

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