02.12.2019 - 18:34 Uhr
HirschauOberpfalz

Ministerin zeichnet Hirschauer Seniorenheim-Küche aus

"Sie haben erfolgreich das Coaching ,Es ist angerichtet! Genussvoll essen in Senioreneinrichtungen' umgesetzt": Ernährungsministerin Michaela Kaniber bescheinigt dies der Küche des BRK- Seniorenheims St. Barbara.

Ministerin Michaela Kaniber (rechts) überreicht Küchen-Chef Peter Leitsoni in München die Urkunde.
von Werner SchulzProfil

Küchen-Chef Peter Leitsoni war zur Übergabe der Urkunde nach München in den Veranstaltungssaal des Ministeriums eingeladen. Auf dessen Initiative hatten heuer bayernweit 53 Senioren-Einrichtungen mit Hilfe eines Coachings ihre Verpflegung auf den Prüfstand gestellt.

Grundlage waren die bayerischen Leitlinien Seniorenverpflegung. Sie bieten Orientierungshilfen zur Umsetzung der Leitgedanken Wertschätzung, Gesundheit, Regionalität und Ökologie. Von Januar bis November hatten Expertinnen der Fachzentren Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung die Einrichtungen begleitet und die Angebote analysiert.

Heimleiterin Astrid Geitner (Zweite von links) freute sich über die ministerielle Auszeichnung für die Heimküche unter Leitung von Peter Leitsoni (links) im elfköpfigen Küchenteam. Zu diesem gehören (von rechts) auch Ludmilla März, Tanja Reiher, Sandro Stang und Oleg Kern.

200 Mittagessen am Tag

Für das Hirschauer Heim war die Ökotrophologin der Regierung der Oberpfalz, Anne Wurzbacher, zuständig. Unter der Regie von Chef-Koch Peter Leitsoni, der seit 1994 die Heimküche leitet, arbeiten drei Köche und sieben ausgebildete Hauswirtschafterinnen. Aktuell kochen sie pro Tag 190 bis 200 Mittagessen, von denen rund 80 Menüs durch "Essen auf Rädern" außer Haus geliefert werden. Außerdem gehen einige Mahlzeiten an die Gäste der solitären Tagespflege. Außerdem werden täglich etwa 100 Frühstücks- und Abendmahlzeiten zubereitet.

Das gesamte Küchenteam engagierte sich, um der Ausschreibungsanforderung nach einer "Essenszubereitung mit Herz, Hand und Verstand" optimal gerecht zu werden. Den Leitgedanken der Regionalität und der Ökologie tragen Peter Leitsoni und sein Team in Abstimmung mit Heimleiterin Astrid Geitner seit jeher dadurch Rechnung, dass sie ihre Back-, Fleisch- und Wurstwaren in örtlichen Bäckereien und Metzgereien kaufen, Kartoffeln, Obst und Gemüse soweit möglich aus ökologischem/biologischem Anbau bei lokalen Anbietern.

Auch die Atmosphäre zählt

Im Coaching wurden verstärkt Vollkornprodukte in den Speiseplan aufgenommen. Dem Kriterium, die Essatmosphäre ansprechend zu gestalten, entsprach man beispielsweise durch Anschaffung eines neuen seniorengerechten Geschirrs. Ministerin Michaela Kaniber machte den beteiligten Einrichtungen das Kompliment, es durch die gemeinsame Anstrengung aller Mitarbeiter geschafft zu haben, die Verpflegung für die 5400 Bewohner ihrer Einrichtungen gesünder und genussvoller zu gestalten.

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