15.10.2019 - 10:14 Uhr
HirschauOberpfalz

"Monte Hirschschau Brunnen" nimmt Form an

Es tut sich einiges vor dem Hirschauer Rathaus. Bürgermeister Hermann Falk ist zufrieden mit dem Stand des Brunnen-Projektes. Der Betonkegel, der den Monte Kaolino versinnbildlichen soll, ist noch grau. Doch das ändert sich.

Der Betonkegel vor dem Hirschauer Rathaus ist vor wenigen Tagen in vier Einzelteilen angeliefert worden. Nun sind sie bereits fest verbunden.
von Theresia KasparProfil

Ab Mittwoch soll der Kegel Stück für Stück in ein strahlendes Weiß gehüllt werden, die gut zwei Wochen andauernden Fliesenarbeiten beginnen. Einige Exemplare der unterschiedlich großen Mosaik-Stücke hat Bürgermeister Hermann Falk als Anschauungsstücke bereits im Rathaus. Sie wurden in der Nymphenburger Porzellan-Manufaktur - teilweise aus Hirschauer Kaolinsand - gebrannt. Die Idee, dieses für die Region wichtige Rohmaterial zu verarbeiten, hatte der Künstler Willi Koch selbst.

Die herausforderndste Arbeit ist indessen bereits getan. Für den Betrachter allerdings unsichtbar. Unter dem Pflaster des teilweise eingezäunten Marktplatzes verbirgt sich die Technik. Deren Ausmaße kann man mit denen eines Hauses vergleichen. So lässt sich erahnen, wie die Kosten von 500 000 Euro zustande kommen. Teurer wird es aber definitiv nicht. Mit sämtlichen Firmen, die an der Errichtung des Brunnens beteiligt sind, ist eine Kostendeckelung vereinbart. Diese Begrenzung ist auch der Grund, warum der Sockel des Brunnens kein Kreis, sondern ein Quadrat geworden ist. Damit war es möglich, auf preisgünstige Standardtechnik zurückgreifen. Ende Oktober werden die beiden Hirsche geliefert, die auf dem Kegel thronen werden. Die lebensgroßen Tiere sind aus Aluminium gegossen. Wobei die Geweihe Nachbildungen von Klaus Conrads Jagdtrophäen sind. Der Ehrenbürger der Stadt sponsert die Hälfte des Baus. Derzeit werden die Hirsche mit Blattgold überzogen. Das sei günstiger, als sie aus Bronze zu gießen.

Im Netz äußern sich einige Bürger verärgert über den außergewöhnlichen Brunnen. Das moderne Design gefällt nicht jedem. Zudem wird der Vorwurf laut, dass man das Geld lieber in Spielplätze hätte investieren sollen. Darauf angesprochen, erklärt Falk: "Das Design hat bei der Ausschreibung den ersten Platz gewonnen. Unter den Wartungs,- Verschmutzungs- und Stabilitätsaspekten betrachtet, ist es zudem die praktischste Wahl. Auch in Spielplätze wird viel investiert. Derzeit beispielsweise für ein Projekt 25 000 Euro. Der Fokus liegt hier auf Hochwertigkeit."

Der Brunnen sei zudem von Anfang an im Konzept der Gesamtsanierung des Marktplatzes gewesen. Dies werde auch konsequent weiterverfolgt. Mit dem Fortschritt der Bauarbeiten ist der Bürgermeister sehr zufrieden, die Einweihung ist im Frühjahr.

Bürgermeister Hermann Falk zeigt die Mosaik-Fliesen, die ab Mittwoch am Brunnen angebracht werden.
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