04.06.2018 - 11:21 Uhr
HirschauOberpfalz

„Monte Hirschschau Brunnen“ vorgestellt

Es war keine leichte Geburt, das endgültige Ja zum neuen Hirschauer Stadtbrunnen. Nach einem Wettbewerb entschied sich der Stadtrat, dem Künstler Wilhelm Koch aus Amberg alsw Sieger den Zuschlag zu geben.

So soll er aussehen, der neue Brunnen auf dem Hirschauer Marktplatz.

Damit war die Sache aber noch nicht durch. Die Finanzierung drückte, und wie so oft sprang Ehrenbürger Klaus Conrad in die Bresche. Dank einer Spende zu den Gesamtkosten ermöglichte er die Umsetzung. 2019 soll der „Monte Hirschschau Brunnen“ den Marktplatz dort schmücken, wo derzeit ein Viereck vorübergehend geteert ist. Auf Infotafeln können sich die Bürger nun selber ein Bild machen.

Bürgermeister Hermann Falk stellte den Entwurf des neuen Brunnens im Beisein von Sponsor Klaus Conrad, Künstler Wilhelm Koch, dem Planer der Innenstadt, Landschaftsarchitekt Josef Garnhartner, sowie die Mitglieder des Stadtrats vor. Das Stadtoberhaupt äußerte seine Freude, dass das Projekt der Umsetzung entgegengeht, was nur Dank der Unterstützung Klaus Conrads möglich sei.

Der Bauhof der Stadt hatte zur Präsentation ein Modell gefertigt, das die Dimension des Objekts realistisch werden ließ. Wilhelm Koch erläuterte das Kunstwerk. Der Brunnen greife zwei markante Hirschauer Besonderheiten auf: den Monte Kaolino und den Ortsnamen. Der Monte bildet als kreisrunder Kegel die Basis. Dessen Oberfläche wird aus weißem Porzellanmosaik mit eingearbeiteten vergoldeten Teilen dargestellt als Verweis auf das „weiße Gold“ im Hirschauer Boden und die durch Hirschau führende Goldene Straße. Gefertigt werden die Mosaike von einer Topadresse, der Nymphenburger Porzellanmanufaktur in München. Die lebensgroßen, aufeinanderstehenden Hirsche beobachten den Verkehr auf der Goldenen Straße und greifen damit auch den verschmitzten Humor von manchem Hirschauer Stückl subtil auf. Der Brunnen besteht aus zwölf Stelen, aber auch aus den Mündern der Hirsche soll zeitweise ein Wasserstrahl fließen.

Der Jury gefiel das Kunstwerk wegen seiner mutigen und ungewöhnlichen Darstellung. Der Brunnen stelle eine interessante Gegenwartskunst dar, die persönliche Interpretationen zulasse und auch nachts mit Beleuchtung stark wirke. Die Gestaltung schaffe mit hintergründigem Homor quasi ein neues Hirschauer Stückl. Zudem entstehe durch den flachen Brunnenrand und das sich immer in Bewegung befindende Wasser ein hoher Erlebnisfaktor.

Die verschiedenen Ansichten des „Monte Hirschschau Brunnen“ bei Tag und Nacht
Endlich kommt der Brunnen, die Freude ist groß: v. links 2.Bürgermeister Josef Birner, Künstler Wilhelm Koch, 1.Bürgermeister Hermann Falk, Ehrenbürger und Förderer Klaus Conrad, Innenstadtplaner Josef Garnhartner, Herr Damovsky Fa. Conrad .
Vor dem Brunnenmodell zusammen mit den anwesenden Stadträten Künstler Wilhelm Koch, 1.Bürgermeister Hermann Falk, Ehrenbürger und Förderer Klaus Conrad 5.v. links,daneben rechts 1.Bürgermeister Hermann Falk, Innenstadtplaner Josef Garnhartner, 5.v. rechts Künstler Wilhelm Koch

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