20.10.2020 - 09:16 Uhr
HirschauOberpfalz

Musikzug Hirschau bezieht Lagerräume unter Festspieltribüne

Als der Festspielverein 2018 beschlossen hat, unter der Tribüne außer Sanitäranlagen auch zwei Lagerräume zu schaffen, meldeten sich dafür mit dem Musikzug und den Trachtlern zwei Interessenten. Der Musikzug hat den seinigen nun bezogen.

Der Musikzug hat seinen neuen Lagerraum unter der Tribüne des Festspielvereins bezogen. Altbürgermeister Hans Drexler (vorn links) überreicht den Schlüssel an Maximilian Stein (vorn rechts). Außerdem gibt es für den Musikzug eine freudige Überraschung. Markus Nagler (hinten rechts) spendiert ein Banner. Mit im Bild (hinten, von links): Dirigent Wolfgang Vögele, NBMB-Kreisvorsitzender Werner Stein und Schatzmeisterin Erika Weidner.
von Werner SchulzProfil

Schon lange plagte den Musikzug ein Problem: Wohin mit den Gerätschaften, die man für Veranstaltungen braucht? Anhänger, Kühlschränke, Kaffeemaschinen, Krüge, ausgesonderte Musikinstrumente, Zeltlagerutensilien, Teile des Archivs – ein Großteil der Utensilien lagerte im alten Bauhof in der Hirschengasse. Da dessen Aufnahmekapazitäten nicht mehr ausreichten, musste ein Teil des Equipments privat untergebracht werden, insbesondere bei den Mitgliedern der Familie Stein.

Der Musikzug war schon geraume Zeit auf der Suche nach weiteren festen Lagermöglichkeiten. Daher nahm man, ebenso wie der Heimat- und Trachtenverein, gern die Quartiersofferte des Festspielvereins und seines Vorsitzenden Hans Drexler an. Er hatte die dadurch entstehenden, von den Vereinen zu übernehmenden Mehrkosten berechnet. Dabei konnte er mit der erfreulichen Nachricht aufwarten, dass für die beiden Räume eine 40-prozentige Förderung aus dem Leader-Programm gewährt wird. Rasch einig wurde man sich auch über den Mietvertrag. Er läuft so lange wie der Pachtvertrag des Festspielvereins mit Clemens Dorfner, also bis zum 1. November 2047.

Bis zur Bezugsfertigkeit des 42 Quadratmeter großen Lagerraums war eine Menge Arbeit zu leisten. Begonnen wurde damit im Frühjahr 2019. Covid-19 sorgte dafür, dass sich der Baufortschritt im Jahr 2020 etwas verlangsamte. Rund 150 freiwillige Stunden leisteten Hans Drexler (90 Stunden), Josef Giehrl sowie Maximilian, Ludwig und Katharina Stein für das Verputzen und Streichen der Wände, das Verlegen, Rütteln und Nachsanden des Pflasters, die Elektroarbeiten und das Setzen des drei mal drei Meter großen Tores. Die Torgröße ermöglicht die Unterbringung auch sperriger Gegenstände wie des Anhängers.

Damit die gelagerten Sachen nicht durch Feuchtigkeit oder die Temperatur Schaden leiden, wurde der Raum an die Heizungsanlage des Festspielvereins angeschlossen. Natürlich sind auch ein Wasser- und eine Elektroanschluss sowie die nötige Beleuchtung vorhanden. Nachdem die Arbeiten erledigt waren, stand der Schlüsselübergabe und dem Bezug des Lagerraums nichts mehr im Weg. Musikzugvorsitzender Maximilian Stein bedankte sich bei Hans Drexler für seine Unterstützung. Ohne ihn wären die Raumprobleme des Musikzugs noch immer ungelöst. Man brauche aber auch weiterhin die Unterstellmöglichkeiten im alten Bauhof. Instrumente und Noten lagere man im Probenraum im Josefshaus.

Bei der Schlüsselübergabe gab es für Maximilian Stein eine freudige Überraschung in Form eines neuen Musikzugbanners. Spendiert wurde es von Markus Nagler aus Schnaittenbach, dessen Sohn Maximilian seit 2010 beim Musikzug als Schlagzeuger aktiv ist. Nagler wörtlich: „Beim Osterkonzert 2019 ist mir ins Auge gestochen, wie verschlissen und beschädigt des alte Banner ist. Das passt doch nicht zu so einem hervorragenden Orchester.“

Hirschauer Festspieltribüne hat 240 Sitzplätze

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