Die Regisseure, Dieter Held und Saskia Krügelstein, und ihre Schauspielerschar versammelten sich im Schlosshof, wo Bräu Franz Dorfner schon Fass, Holzschlägel, Zapfhahn und Bierkrüge hergerichtet hatte. Seit den ersten Hirschauer Freilichtspielen 2005 leisten er und seine Schloss-Brauerei mit dem Brauen eines Festspielbiers nach einer alten Familienrezeptur einen Extra-Beitrag zu den im Zwei-Jahres-Turnus stattfindenden Festspielen.
Für "Die Erbschaft" wurden 60 Hektoliter Festspielbier gebraut. Es entspricht in Farbe und Stärke den Bieren der Biedermeierzeit, in der die Handlung spielt. Dorfner übernahm die Ozapf-Zeremonie selber. Er erwies sich als absoluter Profi. Ein einziger perfekt gezielter Schlag! Schon konnten die Krüge gefüllt und mit einem "Prosit" auf "Die Erbschaft" angestoßen werden.
Das Volksstück aus der Feder von Katrin Klewitz wurde bereits 2005 zur Premiere aufgeführt - mit großem Erfolg. Nicht zuletzt deshalb beschloss der Vorstand des Festspielvereins vor einem Jahr, das Stück ein zweites Mal auf den Plan zu setzen. Die Neuinszenierung ist weit mehr als eine bloße Wiederholung. Die Regiedebütanten, Held und Krügelstein bringen neuen Esprit, neue Gesichter, neue Szenenbilder und erstmals Musik- und Tanzeinlagen auf die neue Bühne vor der ebenfalls neuen Zuschauertribüne. Für den musikalischen Part ist Vollblutmusikerin Saskia Krügelstein zuständig. Ein besonderer Reiz des Stückes liegt sicher darin, dass in die Handlung neun Hirschauer Stückln eingebaut sind.
Fast 70 Darsteller wirken bei den acht Aufführungen mit. Sie werden jetzt alle bei den Proben gefordert. Die 38 Sprechrollen-Akteure haben sich schon seit 3. Mai jeden Freitag in der Alten Mälzerei zu Leseproben getroffen.
Held und Krügelstein nutzten den Anstich zum eindringlichen Appell an alle Mitwirkenden, bei ihren Probenterminen - bis zur Premiere stehen noch 23 an - zuverlässig präsent zu sein. Das sei Grundvoraussetzung für das Gelingen des Festspiels.
Dem Schlossbräu, so Held, sei es abermals gelungen, ein süffiges Festspielbier der Extraklasse zu brauen. "Ein g'scheiter Schluck ist ein gutes Mittel gegen Lampenfieber, so dass die ersten Schritte auf der Bühne bestimmt flüssiger als im Normalfall sein werden", waren sich alle einig. Das Stückl-Biers ist schon ab Anfang Juli in den von der Schloss-Brauerei belieferten Getränkemärkten und im Handel zu haben.
Die Premierenvorstellung findet am Freitag, 19. Juli, um 20.30 Uhr im Schlosshof statt. Danach gibt es weitere sieben Vorstellungen: Samstag, 20., Mittwoch, 24., Freitag, 26., Samstag, 27., und Mittwoch, 31. Juli sowire Freitag/Samstag, 2./3. August. Beginn ist jeweils um 20.30 Uhr. Im Vorverkauf kosten die Karten auf allen Plätzen 14 (zuzüglich Bearbeitungsgebühr), an der Abendkasse 17 Euro. Im Vorverkauf sind die Karten zu haben im Rathaus im Tourismusbüro und beim Werkmarkt Eisen Schertl .














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