Vermisst hätten die Veranstaltung auf jeden Fall die fast 400 Besucher, die sich auf der neuen Festspieltribüne im Schlosshof einfanden. Wenige Tage vor der Premiere der Stückl-Festspiele war die Serenade die erste öffentliche Veranstaltung, die auf der ebenfalls neuen Bühne stattfand. Gesangvereinsvorsitzende Renée Ehringer-Hoffmann bedankte sich in ihrer Begrüßung beim Festspielverein, dass der Chor die "Bühne praktisch entjungfern" durfte. Unter Leitung von Jana Müller hatten dies die Sängerinnen und Sänger beschwingt mit der swingenden Komposition "Have a nice day".
Zu einem wohlklingenden Ohrenschmaus ließ das Ensemble die altbekannten Volkslieder "Horch, was kommt von draußen rein", "Das Wandern ist des Müllers Lust" und "Als wir jüngst in Regensburg waren" werden, ebenso den Nacheinand-Jodler "Hätt i di, hob i di". Ein bisschen zum Träumen und zum Nachdenken animierte Roman Podokschik das Publikum mit der ruhig vorgetragenen, operettenhaften Pop-Song-Melodie "Smoke gets in your eyes" und dem märchenhafte Situationen beschreibenden Stück "Somewhere over the rainbow" aus dem Film "Wizard of Oz".
Nicht nur zu einem gesanglichen, sondern auch zu einem emotionalen, fast zu Tränen rührendem Höhepunkt wurde Jana Müllers ans Herz gehende Interpretation der Ballade "I dreamed a dream" aus dem Musical Les Miserables. Nach einem kurzen Kostümwechsel gelang der Sopranistin ebenso überzeugend der Vortrag des aus ihrer tschechischen Heimat stammenden Slow Fox "Hotel Modrá hvezda - Slunecnice".
Eine ausgezeichnete Leistung bot der Chor mit "Hello my baby", dem einst durch Elvis Presley berühmt gewordenen Pop-Song "Can't help falling in love" und dem Millionenseller "Aquarius" aus dem Musical Hair. Einen Hauch von Romantik zauberte dann Roman Podokschik mit Glenn Millers "Moonlight Serenade" in die Festspielarena. Mit den alten Schellackschlagern "Irgendwo auf der Welt" sowie "Wochenend und Sonnenschein" gelang dem Chor eine Hommage an die Comedian Harmonists. Den langanhaltenden Beifall und die Zugaberufe der begeisterten Zuschauer konnte man nur mit dem erneut angestimmten Jodler "Hätt i di, hob i di" beenden. Bilderbuchmäßig abgerundet wurde die Serenade mit dem Kanon "Abendstille überall", in den das Publikum andächtig einstimmte. Dieses belohnte die eindrucksvolle Leistung aller Mitwirkenden mit großzügigen Gaben in das bereitgestellte Spendenkörbchen.














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